Vor der Bühne ist den "Freunden" vor allem die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in der Bayerischen Staatsoper ein Anliegen. Denn das Kulturgut Musik-Musiktheater-Oper-Ballett soll nicht aus dem Gedächtnis der heranwachsenden Generation verschwinden. Seminare, Führungen und Workshops werden dort dem erhofften Publikum von morgen geboten. Es gibt spezielle Tage der offenen Tür sowie Einführungen zu Opern-, Ballett- oder Konzertaufführungen, eine Schülerakademie, Familienvorstellungen. Die Akzeptanz ist groß: Mehr als 30.000 Kinder, Jugendliche und Studenten nehmen alljährlich an diesen Veranstaltungen teil. Das Programm soll deshalb ausgeweitet werden. All diese Aktivitäten erfordern jedoch nicht nur viel Engagement in allen Abteilungen der Staatsoper, sondern auch Finanzmittel, die der normale Etat nicht hergibt.

In Kooperation mit der Oper haben die "Freunde" im Jahr 2002 ein "Tochterunternehmen" als selbstständigen Verein ins Leben gerufen: Die "Jungen Opernfreunde München". Kräftig vom "Mutterhaus" unterstützt, haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Jugend an das Musiktheater heranzuführen, sie pädagogisch auf Opern- und Konzertbesuche vorzubereiten. Der Nachwuchs soll innerhalb dieser Organisation aber auch die Möglichkeit erhalten, sich selbst zu engagieren, mitzumachen und mitzugestalten.
www.junge-opernfreunde-muenchen.org
Auf der Bühne fördert der Verein das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters, die Bayerische Theaterakademie August Everding und die Junge Münchner Philharmonie. Das geschieht finanziell durch Stiftung von Instrumenten und Subventionierung von Produktionen, beziehungsweise Inszenierungen. Und weil für die jungen Künstler Auftritte vor sachkundigem Opern- oder Konzertpublikum oft wichtiger sind als Geldzuschüsse, liefert der Verein auch einen ideellen Beitrag, indem er ihnen als Veranstalter in exquisiten Räumen dazu die Möglichkeit verschafft - im Hubertus-Saal etwa, oder in der Allerheiligen Hofkirche.
