Unter dieser Rubrik berichten wir jeweils
aus dem neuesten Geschehen in unserem
Vereinsleben.
In Wort und Bild werden Sie über Aktionen,
Veranstaltungen, sowie andere aktuelle
Ereignisse und Fakten im Zusammenhang
mit dem vielfältigen Engagement der
"Freunde des Nationaltheaters" informiert.
Kurz gesagt:
Was jüngst gewesen - hier steht’s zu lesen.
Die „Freunde des
Nationaltheaters“ loben in Zusammenarbeit mit der Bayerischen
Staatsoper den Carlos Kleiber Preis aus
Die Bayerische Staatsoper und die "Freunde des
Nationaltheaters" freuen sich, anlässlich des 80.
Geburtstags von Carlos Kleiber am 3. Juli die Stiftung des Carlos Kleiber
Preises bekannt geben zu können. Mit dieser Auszeichnung soll dem
Ausnahmedirigenten gedacht werden, der vor allem mit seinen Dirigaten des
"Rosenkavaliers" und der "Fledermaus" München zahlreiche
Sternstunden bescherte.
Der Preis soll darüber hinaus jungen außerordentlich begabten
Dirigenten und Korrepetitoren Ansporn, Auszeichnung und Verpflichtung in
Hinblick auf ihr Talent und ihr hervorragendes fachliches Können sein.
Außerdem wird eine außergewöhnliche Ausstrahlung und
Wertschätzung von der Bayerischen Staatsoper gewürdigt.
Der mit 10.000 € dotierte Preis wird erstmalig 2011 und dann im
2-Jahres Rhythmus vergeben. Neben dem Preisgeld ist mit seiner Verleihung
auch die Einladung zu einem einmaligen Gastdirigat an der Bayerischen
Staatsoper verbunden. Die Bayerische Staatsoper dankt den "Freunden des
Nationaltheaters" für die Anregung und Finanzierung dieser
Auszeichnung.
Die Auswahl des Preisträgers erfolgt durch das „Carlos Kleiber
Preis Komitee“, das sich aus der stimmberechtigten Jury
(Staatsintendant und Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, ein
Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters) und den übrigen, nicht
stimmberechtigten Komitee-Mitgliedern (u.a. ein Vorstand der "Freunde des
Nationaltheaters") zusammensetzt.
(Presseinformation der Bayerischen Staatsoper vom 1. Juli 2010)
Foto: Sabine Töpfer
41. Wiedersehenstreffen ehemaliger Mitglieder der Bayerischen Staatsoper
Am 3. Oktober, dem "Tag der deutschen Einheit", waren viele
ehemalige Mitglieder der Bayerischen Staatsoper wieder einmal an ihrer
früheren Wirkungsstätte vereint. Anlass war das 41.
Wiedersehenstreffen, das die "Freunde des Nationaltheaters"
für sie ausgerichtet hatten.
Rund 40 Künstlerinnen und Künstler konnte Prof. Dr. Berthold
Eichwald, der Vorsitzende der "Freunde", mittags im festlich
eingedeckten Königssaal des Nationaltheaters willkommen heißen,
wo die Gruppe "I Musicanti Bavaresi" für die Tafelmusik
sorgte.
Eichwalds besonderer Gruß galt drei neuen "Ehemaligen", die
erstmals mit von der Partie waren: Daphne Evangelatos, Marita Knobel und
Claes H. Ahnsjö. Stürmischer Beifall begleitete die
nachträglichen Geburtstagsglückwünsche des Vorsitzenden
für Sari Barabas zum 95. im März und Hertha Töpper zum 85. im
April. Namens der Staatsoper dankte Viktor Schoner, ihr künstlerischer
Betriebsdirektor, den "Freunden".
Und er sprach allen aus dem Herzen, als er seine Freude darüber
bekundete, dass mit dem Auftritt des Sänger-Nachwuchses aus dem
Opernstudio bereits die Enkel-Generation ihre erfolgreichen Vorgänger
ehrte.
Abends traf man sich dann zur Richard-Strauß-Oper "Ariadne auf
Naxos" im ausverkauften Nationaltheater. Autogramm-Wünsche ihrer
Fans erfüllten die Künstler diesmal erst nach der Vorstellung -
die Pause ist in der Inszenierung gestrichen.
Doch der Schlussapplaus
belegte eindeutig: Diese "Ariadne" wurde gleichwohl als pausenlos
begeisternder Opernabend empfunden.
Franz Freisleder
Bilder von oben:
Ein Blick in den festlichen Königssaal
Von links: Kammersängerin Hertha Töpper,
"Freunde"-Vorstand Prof. Dr. Berthold Eichwald,
Kammersängerin Sari Barabas, Solotänzer Heino Hallhuber
Der künstlerische Betriebsdirektor Viktor Schoner bei seinem
Grußwort
Großer Beifall für das Ständchen des Sängernachwuchses
Kammersängerin Reri Grist und Kammersänger Claes H. Ahnsjö
Fotos: Johann Schwepfinger
Ein halber Flügel ...
Das Staatstheater am Gärtnerplatz lud die
fördernden Mitglieder der "Freunde des
Nationaltheaters" am 8. Juli zu einem
"Sommerlichen Abend" in das Theater.
Hintergrund für diese Einladung war eine
stattliche Zuwendung der "Freunde" für
den Ankauf eines "halben"
Bösendorfer-
Konzertflügels, die andere Hälfte kam
aus dem Haushalt des Theaters.
Der Abend begann mit einer Führung durchs Haus,
Bühne, Probebühne, Malersaal, Schneiderei, Schusterwerkstatt usw.
Der Blick hinter die Kulissen eines großen Hauses fasziniert immer
wieder, der Neugierde der Theaterbesucher waren auch keine Grenzen
gesetzt ...
Im großen Foyer des Gärtnerplatztheaters konnte
Staatsintendant Dr. Ulrich Peters dann 120 "Freunde des
Nationaltheaters und des Gärtnerplatztheaters" begrüßen
und sich ganz herzlich für die Großzügigkeit und das
Wohlwollen bedanken.
Vier Pianisten des Hauses präsentierten den neuen
Flügel. Andreas Kowalewitz, Liviu Petcu, Anke Schwabe und Oleg
Ptashnikov brachten Franz Schubert, Claude Debussy, Johannes Brahms und
Frédéric Chopin zu Gehör. Begeisterung allenthalben, bei
den Künstlern für die Qualität des Flügels, bei den
"Freunden" für den Kunstgenuss und den wohlfeilen
Flügel.
Der Tenor Dirk Lohr und und der Bass Johannes Wiedecke setzten
dann noch ein weiteres Glanzlicht mit Schicksals-Walzer und Oldies –
Ohrwürmer vom Feinsten. Und bei einem Glas Wein ließ es sich dann
lange gut reden ...
Das Schlusswort gehörte dem
"Freunde"-Vorsitzenden Prof. Dr. Berthold Eichwald mit einer
Dankadresse an die Intendanz und die Künstler.
Eine E-Mail vom 9. Juli in die Geschäftsstelle der "Freunde":
"Herzlichen Dank
für diesen großartigen Abend. Meine Frau und ich waren
völlig begeistert über die musikalischen Höhepunkte, die
Gastfreundschaft und die einzigartige Atmosphäre, die wir gestern Abend
erlebt haben."
Bild oben:
von links: Staatsintendant Dr. Ulrich Peters,
"Freunde"-Vorsitzender Prof. Dr. Berthold
Eichwald, Chefdirigent David Stahl
Bild rechts:
von links: Oleg Ptashnikov, Anke
Schwabe, Andreas Kowalewitz, Liviu Petcu

Bild links oben:
Johannes Wiedecke
Bild rechts oben:
Dirk Lohr
Bild links:
Prof. Dr. Berthold Eichwald,
Dr. Ulrich Peters
Fotos: Lioba Schöneck
Dank der Stadt München an die "Freunde"
In den vergangenen Jahren wurden vier
Grabmale bedeutender Münchner Per-
sönlichkeiten auf dem Alten Südlichen
Friedhof mit Mitteln der "Freunde des
Nationaltheaters" restauriert. Es sind dies
die Gräber von
Johann Baptist Trappen-
treu, Friedrich Bürklein, Leo von Klenze
und Ernst von Possart.
Bei einem Rundgang am 7. Mai 2009 bedankte sich Oberbürgermeister
Christian Ude im Namen der Landeshauptstadt München bei
den "Freunden des Nationaltheaters" für deren
großzügiges Engagement.
Aus der Rede von Oberbürgermeister Christian Ude:
"Es freut mich ganz besonders, dass vier Grabmale bedeutender
Münchner Persönlichkeiten in frisch restauriertem Glanz erstrahlen und der
Bestand dieser Denkmäler nun für die Zukunft gesichert ist. …
Im Alten Südfriedhof wurden in den letzten Jahren große
Anstrengungen unternommen, das Gesamtensemble als kunst- und
kulturhistorisch bedeutende Anlage für die Nachwelt zu erhalten und das
Erscheinungsbild Schritt für Schritt zu verbessern. Die Stadt hat ihren
Beitrag dazu geleistet. Allein für die Standsicherheit der Steine hat
die Stadt 1,8 Mio EUR zur Verfügung gestellt.
Doch auch eine Stadt wie München kann nicht alle notwendigen und
wünschenswerten Maßnahmen alleine schultern. … Die Stadt braucht die Hilfe und das Engagement ihrer Bürgerinnen und
Bürger, ihrer Unternehmen, Organisationen und Vereine, wie dem Verein
"Freunde des Nationaltheaters", der sich für das Kunst- und
Kulturleben der Stadt im weitesten Sinn stark macht. Ich finde es sehr
erfreulich, dass sich die "Freunde des Nationaltheaters" gerade
für diesen Friedhof so sehr einsetzen. Der Verein bringt damit zum
Ausdruck, dass auch Friedhöfe wichtige Bestandteile der Münchner
Stadtgesellschaft und des kulturellen Lebens sind. ..."
Bild oben:
Prof. Dr. Berthold Eichwald, Vorsitzender
der "Freunde" bei der
Begrüßung von
Obermeister Christian Ude vor dem
Klenze-Grab.
Bild rechts:
Das obligatorische Pressefoto: Von links
"Freunde"-Vorstand Martin
Schallweg,
Umweltreferent Joachim Lorenz, "Freunde"-
Vorstand Msgr.
Dr. Siegfried Kneißl,
Oberbürgermeister Christian Ude,
Prof. Dr.
Berthold Eichwald.
Fotos:
Robert Dreher, Friedhofsverwaltung
Jahreskonzert für die "Freunde"
Im Zeichen des musikalischen Aufbruchs
auf dem Weg ins 20. Jahrhundert stand
am 19. April die Konzertmatinee, zu der
die "Freunde"
alljährlich ins Nationalthea-
ter einladen. Unter der Leitung von Kirill
Petrenko begeisterte das Bayerische
Staatsorchester mit Werken von Richard
Strauss, Leos Janácek und Alexander
Nikolajewitsch Skrjabin. Am Flügel bril-
lierte die polnische Pianistin Ewa Kupiek.
Traditionsgemäß nutzte Professor Dr. Berthold Eichwald, der
Vorsitzende der Bürgervereinigung, den Vormittag auch zu einem Bericht
über deren Aktivitäten. Als Schwerpunkt nannte er dabei die
Förderung des Nachwuchses auf und vor der Bühne: Durch
Veranstaltungen, die jungen Künstlern von Konzertakademie und
Opernstudio ein Podium bieten. Durch Konzertreihen und Erlebnistage,
speziell für die Jugend. Durch Auftragswerke, Studienplatz- und
Instrumentenfinanzierung. Und durch Unterstützung des sogenannten
"Probespieltrainings", das neuerdings im Schloss Fürstenried
künftigen Orchestermusikern geboten wird.
Besonders herzlicher Applaus galt einem Ehrengast: der Kammersängerin
Hertha Töpper, die an diesem Sonntag ihren 85. Geburtstag feierte. Dr.
Roland Schwab, Geschäftsführender Direktor der Staatsoper,
überreichte dem internationalen Star, der "sein"
Münchner Publikum von 1951 bis 1980 in mehr als 60 Partien
beeindruckte, die von den "Freunden des Nationaltheaters"
gestiftete Meistersinger-Medaille der Bayerischen Staatsoper.
Bild oben: Prof. Berthold Eichwald,
Kammersängerin Hertha Töpper
Bild rechts: Dr. Roland Schwab,
Kammersängerin Hertha Töpper
Text: Franz Freisleder
Fotos:
Wilfried Hösl
40. Wiedersehenstreffen ehemaliger
Mitglieder der Bayerischen Staatsoper
am 10. Januar 2009 im Nationaltheater
Das Jahr 2009 begann für die "Freunde des
Nationaltheaters" am 10. Januar mit einer
besonders liebenswürdigen Veranstaltung:
Das 40. Wiedersehenstreffen mit ehemaligen
Mitgliedern des Ensembles der Bayerischen
Staatsoper. Im festlich eingedeckten Königssaal
des Nationaltheaters konnten der Vorsitzende
der "Freunde", Professor Berthold Eichwald
und Staatsintendant Nikolaus Bachler über dreißig
unvergessene Kammersängerinnen und Kammer-
sänger, Solotänzerinnen und Solotänzer zu
einem gemeinsamen Mittagessen begrüßen.
Unter den Gästen befanden sich Publikumslieblinge wie Ingeborg Hallstein, Hildegard Hillebrecht und Sari Barabas sowie die Jubilare mit besonderen Geburtstagen, Colette Lorand, Antonia Fahberg, Franz Crass, Inge Bertl, Heino Hallhuber und Paul Wünsch.
Ein Glanzlicht des "Familientreffens" in der Staatsoper waren die Darbietungen der jungen Nachwuchskünstler des Opernstudios, die viel Beifall von den erfahrenen "Vorgängern" erhielten.
Am Abend besuchten die Gäste gemeinsam mit den "Freunden des Nationaltheaters" die Oper "Carmen" von Bizet und erfüllten in der Pause Autogrammwünsche ihrer Verehrer.
Staatsintendant Nikolaus Bachler, Kam-
mersängerin Ingeborg Hallstein, Kammer-
sängerin Sari Barabas, Prof. Berthold
Eichwald
Fotos:
Wilfried Hösl
"Wenn Freunde reisen ..."
Unter dem Motto "150 Freunde reisen nach Dresden" unternahmen
die "Freunde des Nationaltheaters" vom 10. bis 12. Oktober 2008
die
erste Exkursion in ihrer 57 jährigen Geschichte. Das exklusive
Kulturprogramm mit "Tannhäuser" in der Semperoper, Bachs
"h-moll Messe" in der Frauenkirche, einem Privatkonzert auf
Schloss Pillnitz und natürlich das prächtige Wetter sorgten
für eine rundum gelungene Veranstaltung. Gemeinsam verbrachte Zeiten
während des ersten Abendessens im "Italienischen
Dörfchen" und der Elbeflussfahrt im "Goldenen Oktober"
nach Pillnitz boten viel Gelegenheit zu Gesprächen und zum besseren
Kennenlernen. Reisen bildet nicht nur, es vertieft auch Freundschaften.
"Wann bietet Ihr die nächste Reise an?"
Mit
dieser
Frage verabschiedeten sich viele Teilnehmer.
Einige Eindrücke:
Begrüßung durch Professor Uecker,
Intendant der
Semperoper
und Professor Eichwald,
Vorsitzender der "Freunde"
Foto:
Alfred Roiger

Schifffahrt
auf der
Elbe von
Dresden
nach
Pillnitz

Schnappschüsse
in Pillnitz

Bachs
h-moll Messe
in
der
Frauenkirche

Führung
durch
die
Semperoper

Unter Freunden

Fotos: Dr. Enzo Amarotico,
Klaus Bockmaier,
Hermann Wolf
"Bessere Freunde haben wir nicht ..."
Für die Spender zum Dank ein Festkonzert im Cuvilliés-Theater
Erwartungsfroh und festlich gekleidet kamen die "Freunde des Nationaltheaters" am 17. Juli ins Cuvilliés-Theater. Ein Kammerkonzert-Abend der Bayerischen Staatsoper war dort ausschließlich ihren fördernden
Mitgliedern vorbehalten. "Dass wir heute hier am neuen Leben des alten Hoftheaters teilhaben dürfen, verdanken wir Ihnen und allen edlen Spendern", sagte Professor Dr. Berthold Eichwald, Vorsitzender der Bürgervereinigung, in seinem Grußwort. Und man verdanke es der Bayerischen Staatsoper, die das Festkonzert ermöglicht habe. Kurz zurückblickend erinnerte Eichwald noch einmal an die Tage, in denen zugleich die "Freunde" und der damalige Finanzminister Kurt Faltlhauser die Initiative ergriffen, "dieses schöne Haus so schnell wie möglich wieder bespielbar zu machen."
Der erneuerte Glanz des Rokoko-Juwels und seines Foyers, in dem man jetzt unter einer gläsernen Dachkuppel wandelt, demonstriert, wie gut die 100.000 Euro angelegt sind, mit denen sich die "Freunde" an der Renovierung beteiligt haben. Darüber, dass auf Anregung ihres Hauses noch eine recht ansehnliche Summe zusätzlich für einen neuen Theaterprospekt (in noblem Silbergrau mit Fransen in Altgold) hinzugekommen ist, freute sich Dr. Ulrike Hessler, Direktoriumsmitglied der Staatsoper, ganz besonders.
Der in den Opernwerkstätten unter der Leitung von Jürgen Rose hergestellte Prospekt ersetze derzeit sogar den Hauptvorhang, für den man erst noch einen passenden brandsicheren Stoff finden müsse. "Bessere Freunde als Sie haben wir nicht - und das schon seit den frühen Fünfziger Jahren", bedankte sich Frau Hessler beim Publikum dieses Abends.
Zur Augenweide der Ohrenschmaus, geboten vom Schumann-Quartett mit Barbara Burgdorf und Traudl Pauer (Violine), Stefan Finkentey (Viola) und Oliver Göske (Violoncello), sowie Nobuko Nishimura am Klavier. Auf dem Programm stand Mozarts Dissonanzen-Quartett, dessen Klavierquartett in G-Moll (KV 478) und Beethovens Streichquartett in D-Dur (Op. 18, Nr. 3). Am Ende lang anhaltender Applaus und Blumensträuße für die Künstler.
Franz Freisleder
Bilder oben:
Festkonzert im Cuvilliés-Theater; Dr. Ulrike Hessler und Prof. Dr. Berthold Eichwald
Fotos: Lioba Schönbeck
Spendable Freunde
Franz Freisleder für die
Süddeutsche Zeitung, 9. Juni 2008
Nach wie vor sind die mäzenatischen Akti-
vitäten der "Freunde des Nationaltheaters"
nicht auf das Haus am Max-Joseph-Platz
beschränkt. Über die verschiedenen Ge-
burtstagsgeschenke der Bürger-vereinigung
zum 850. Stadtjubiläum informierte ihr Vor-
sitzender, Professor Berthold Eichwald, gestern
bei der traditionellen Jahreskonzert-Matinee für
die fördernden Mitglieder in der Staatsoper.
Im Vordergrund stehe eine Sonderspende von 100.000 Euro als Beitrag zur Sanierung des Cuvilliés-Theaters. Zusätzlich spendieren die "Freunde" noch einen Bühnenvorhang, der im Opernbetrieb und bei Kammerkonzerten eingesetzt werden kann.
Ein weiteres Betätigungsfeld sei gegenwärtig der Alte Südliche Friedhof, wo der Verein für die Rettung von Grabmonumenten prominenter verstorbener Münchner sorge. Vor dem Verfall bewahrt werden konnten inzwischen die Grabstätten von Leo von Klenze, Friedrich Bürklein und Ernst von Possart. Soeben abgeschlossen: die Restaurierung des Grabes von Johann Baptist Trappentreu. Der Münchner Bierbrauer und Gastwirt habe sich Mitte des 19. Jahrhunderts als Wohltäter und Stifter weit über seine Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht, sagte Eichwald - "und könnte deshalb ein Ahnherr der ’Freunde’ gewesen sein."
Für "die Jugend vor und auf der Bühne" bringe man ebenfalls erhebliche Mittel auf. Das Kinder- und Jugendprogramm der Staatsoper werde unterstützt. Man finanziere einen Studienplatz in der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters. Dem Opernstudio schaffe man im Zusammenwirken mit der Staatsoper regelmäßig Auftrittsmöglichkeiten in der Allerheiligen Hofkirche sowie im Nymphenburger Hubertussaal. Und um den einzelnen Studiengängen der Bayerischen Theaterakademie "eine zeitgemäße Präsentation zu ermöglichen", etwa mit Großfotos und diversen Dekorationsobjekten, seien die "Freunde" auch bei der Neugestaltung des Eingangsfoyers im Prinzregententheater finanziell behilflich.
Bild oben:
Mit dem antiken Drama "Idomeneo" eröffnet die Staatsoper das Cuvilliés-Theater.
Foto: Wilfried Hösl
