INFORMIEREN

Verein

Uns verbindet die Liebe zur klassischen Musik und das Bestreben, das Nationaltheater als einen zentralen kulturellen Mittelpunkt Münchens zu erhalten und zu fördern.

 

Der Verein bietet seinen derzeit 900 Mitgliedern die einmalige Möglichkeit als Teil einer starken Gemeinschaft eine besondere Nähe und Beziehung zum Nationaltheater zu entwickeln und als Freund und Förderer dessen Entwicklung zu gestalten und an ihr teilzuhaben. 

Der Verein ist untrennbar mit der Erfolgsgeschichte des Nationaltheaters und dem kulturellen Leben in München verbunden. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, sondern auch um Projekte, wie die Porträtgalerie und die Förderung junger Talente und Orchester. Einen Überblick zu den aktuellen Themen sehen Sie unter Förderprojekte.

Natürlich bieten wir unseren Mitgliedern auch besondere Events, auf denen man sich trifft und austauscht. Was Sie als Mitglied erwartet haben wir für Sie unter Mitglied werden zusammengefasst.

“Wir danken allen
Mitgliedern und Spendern
für Ihr Engagement“

VORSTAND 2017

 

v.l.n.r.:

Andreas Schwankhart (Geschäftsführer)

Dr. Siegfried Kneißl (Vorsitzender des Vorstandes)
Barbara Malisch
Andreas Bittkau
Ferdinand Hirmer

Presse

 

 

Gerne stellen wir Ihnen einige Informationen über unseren Verein und seine Aktivitäten zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Geschäftsstelle.

Unsere Kontaktdaten:

email: info(at)freunde-des-nationaltheaters.de

Telefon: 089 / 53 10 48


Pressetexte

Pressebilder

Vorstand & Geschäftsführung

Fakten

Gründungsjahr: 1951
Zahl der fördernden Mitglieder: 900
Laufende Förderprojekte: 11
Fördersumme bis dato: ca. 31 Mio EUR

Stiftungen

Die Förderung des Musiktheaters in München dauerhaft zu unterstützen ist ein ehrbares und erstrebenswertes großes Ziel.

 

Die jahrzehntelange, seriöse und nachhaltige Arbeit unseres Vereins hat einige Stifter und Mäzene dazu bewegt, durch gut dotierte Stiftungen und Schenkungen unser Engagement langfristig sicherzustellen. So betreuen wir unter anderem folgende Stiftungen:

Hanna-Amode-Stiftung

Dr. Richard-und-Astrid-Brunner-Stiftung

August-Everding-Stiftung

Andreas-Zäch-Stiftung

HISTORIE

EINE BEWEGTE GESCHICHTE

1951 – Gründung

Wenn nicht bald etwas geschieht, dann kommt der Bagger! Mit dieser Warnbotschaft an die Bevölkerung leiteten 1951 die „Freunde des Nationaltheaters“ ihre erste Aktion ein. Es ging darum, den Wiederaufbau des Nationaltheaters zu propagieren - am alten Platz und im Stil des 1818 von Carl von Fischer erbauten und durch Leo von Klenze erweiterten Hauses.

Dazu musste auch für „Druck von der Basis“ gesorgt werden. So berühmte Dirigenten wie Hans Knapperstbusch und Eugen Jochum  sowie viele andere Prominente verliehen dem Aufruf mit Ihrer Unterschrift Nachdruck. Das war wichtig; denn angesichts des Trümmerhaufens namens München hatten nicht viele Politiker den Mut, sich ausgerechnet für den Wiederaufbau einer Kulturstätte aus dem Fenster zu hängen. Hinzu kam, dass es damals durchaus entschiedene Fürsprecher eines Wiederaufbaus im modernen Stil gab.

1952 - Tombola

Bei einem Verein und einem Aufruf ließ man es seinerzeit nicht bewenden. Geld musste her – und das Zauberwort hieß "Tombola". Die erste fand 1952 statt und brachte 625.000 Mark. Die Tombolen gehörten in der Folgezeit zum alljährlichen Erscheinungsbild in der Innenstadt. 

Die Sammeltätigkeit der "Freunde" blieb nicht auf Tombolen beschränkt. Eine Benefizveranstaltung löste über ein Jahrzehnt hinweg die andere ab: Konzerte, Theatervorstellungen, Herrenabende; ja sogar ein Flugtag auf dem Oberwiesenfeld (heute Olympiagelände) – all das brachte Geld für die gute Sache.

1963 – Eröffnung

Als das Nationaltheater am 21. November 1963 wiedereröffnete, betrugen die Ausbaukosten rund 67,7 Millionen Mark. Abgesehen von ihrem ideellen Einsatz haben die "Freunde des Nationaltheaters " dazu einen Spendenbetrag von 6,5 Millionen Mark beigesteuert.

Mit dieser Summe, die von den "Freunden" für den Wiederaufbau des Nationaltheaters aufgebracht wurden, konnten unter anderem finanziert werden: der große Hauptlüster im Zuschauerraum, fast die komplette Bestuhlung, die Deckenbemalung im Königssaal und der Einbau vieler weiterer Teile des Dekors, als da sind Tapeten, Stuckveredelungen, Vergoldungen und klassizistische Beschläge.

1972 – Giebelfeld

Die „Freunde des Nationaltheaters“ sammelten auch für die Finanzierung für den steinernen Giebelfeld-Schmuck am Portikus. 1972 wurde dieser enthüllt. "Apoll und die neun Musen", von Prof. Georg Brenninger, geschaffen in fünfjähriger Arbeit. 

1988 Prinzregententheater – Wiederbespielung und Ausbau Gartensaal

Beim Prinzregententheater, dessen Renaissance nach seiner Schließung 1963 lange Zeit politisch nicht gewollt war, erstreckte sich der Einsatz der "Freunde" für eine Wiederinstandsetzung ebenfalls über Jahre. Man gab Unterschriftenlisten aus, auf denen sich 100.000 Bürgerinnen und Bürger eintrugen. Als der Landtag 1983 die Wiederinstandsetzung beschlossen hatte, kam es zur Gründung der "Bürgeraktion Prinzregententheater", voran mit den Freunden des Nationaltheaters.  Speziell für die Wiederherstellung des Gartensaals sammelten die "Freunde" auch auf zwei Benefizveranstaltungen mit Ruggiero Raimondi und Hermann Prey im Cuvilliés-Theater.

Als das Haus nach 25-jährigem Dornröschenschlaf am 9. Januar 1988  wiedereröffnet wurde, hatten die „Freunde“ für dessen Instandsetzung insgesamt 750.000 Mark gesammelt. Speziell für den Endausbau brachten die "Freunde" später nochmals eine Million Mark auf.

1993 – Bühnenvorhang Nationaltheater

Als 1993 der Bühnen-Hauptvorhang während einer Probe zum Raub der Flammen wurde, erklärte sich der Verein spontan bereit, die Kosten für eine Neubeschaffung zu übernehmen. Gemeinsam mit der Bayerischen Handelsbank AG wurden die nötigen 450.000 Mark aufgebracht. So konnte das rote Prunkstück – ein Raffvorhang mit 120 jeweils meterlangen Goldquasten und sechs goldenen Lorbeerkränzen im Durchmesser von zwei Metern – bereits in der Spielzeit 1995/96 wieder hochgezogen werden. 

2003 – Neubespielung Hubertussaal

Bereits 1992 lenkten die "Freunde" mit zwei Benefizveranstaltungen im Hubertus-Saal die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses einstige Juwel im Schloss Nymphenburg. Dieser war nur noch in seiner Substanz erhalten geblieben – ohne jegliche Innenausstattung und von Tag zu Tag mehr in baufälligen Zustand geraten.

Motiviert durch die Anregung des Vereins, investierte der Staat zunächst für Sicherungsmaßnahmen und Dachstuhlsanierung 5,7 Millionen Mark. Die Kosten für den Endausbau zu einem Konzertsaal wollte der Freistaat nur investieren, wenn die Bürgerschaft dazu 1,5 Millionen beisteuern würde. Die "Freunde" konnten diese Bedingung erfüllen. Seit der Eröffnung im Jahr 2003 ist der Saal nun jeden zweiten Tag Schauplatz von Veranstaltungen kultureller, wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Art.

2008 – Cuvillies-Theater

2004 musste der Betrieb im Cuvilliés-Theater aus Sicherheitsgründen eingestellt werde. Die für die Sanierung erforderlichen 22 Millionen Euro standen nicht zur Verfügung, ließ man von staatlicher Seite wissen. Spendengelder in Höhe von zehn Prozent der Kosten würde der Landtag allerdings als deutliches Bürger-Votum werten. Diese Summe wäre eine Voraussetzung dafür, das Theater den Münchnern doch noch bereits zur 850-Jahrfeier 2008 wieder als Spielstätte übergeben zu können. 

Zusammen mit dem "Comité Cuvilliés", das sich zu dem alleinigen Zweck gebildet hatte, das Haus wieder bespielbar zu machen  formierten sie die „Freunde“ zu einer konzertierten Bürgeraktion. Sie trugen damit erheblich dazu bei, dass München im Stadtjubiläumsjahr auch mit seinem Cuvilliés-Theater wieder leuchten kann.

2011 – Konzertflügel Staatsorchester

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Musikalischen Akademie des Bayerischen Staatsorchesters und des Jubiläums 60 Jahre „Freunde des Nationaltheaters“ stiftete der Verein einen neuen Steinway D Konzertflügel. 

Die Anschaffungssumme von 120.000 Euro konnte durch eine Spendenaktion unter den fördernden Mitgliedern gesammelt werden.

2013 – Neugestaltung Porträtgalerie

Die Porträtgalerie des Nationaltheaters ist ein Stück Münchner Operngeschichte und zeugt zugleich von dieser. Sie erinnert an herausragende, mit der Bayerischen Staatsoper verbundene Künstler. 1899 von Generalintendant Ernst von Possart mit rein privaten Mitteln gegründet, bildet diese Sammlung kontinuierlich Gesichter der Bühne, porträtiert durch Künstler der jeweiligen Zeit ab. 

Zum Jubiläum "50 Jahre Wiedereröffnung des Nationaltheaters München" wurden 21 ausgewählte Sängerpersönlichkeiten der letzten fünf Jahrzehnte, die eng mit der Bayerischen Staatsoper verbunden sind oder waren  porträtiert. 

Die "Freunde des Nationaltheaters" betreuen seit 1963 diese und sind auch an der finanziellen Realisierung dieses Projektes mit 100.000 Euro maßgeblich beteiligt.