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Stiftungsdinner 2018

Soiree & Dinner zugunsten der August Everding Stiftung am 15. November 2018 im Prinzregententheater und Akademietheater.

Mit einer musikalischen Hymne auf August Everding, dargeboten von Studierenden des Studiengangs Schauspiel der Theaterakademie, beginnt die Soiree zugunsten der August Everding Stiftung im Foyer des Prinzregententheaters furios und beschwingt.

Im diesen Sinne gestaltet sich der alle Facetten des Maestros und seiner Theaterakademie berücksichtigende Abend dann auch weiter. Die Gäste durchwandern das gesamte Haus, sehen die Ausstellung Der Visionär – August Everding und die Theaterakademie, werden Zeuge einer Probe zu Così fan tutte im Großen Haus, die am 28.11. ihre Premiere feiert und landen schließlich im festlich herausgeputzten Akademietheater, in dem Sebastian Bezzel, Absolvent der Theaterakademie, als MC das weitere Programm des Abends gekonnt moderiert.

Mitreißende Auftritte von Studierenden der Studiengänge Musiktheater/Operngesang und Musical wechseln sich ab mit Gesprächen mit dem Schauspieler Helmfried von Lüttichau, dem Opernstar Francisco Araiza und der erfolgreichen Musical-Studentin Patrizia Unger. Dazwischen werden kulinarische Köstlichkeiten aus dem Hause Käfer serviert, die, passend zur musikalischen Einlage aus dem jüngst im Hause gezeigten Musical Cinderella, im Dessert „Cinderellas (gläsernen) Schuh“ gipfeln.

Dass die Studenten des Akademietheaters, denen neben dem anspruchsvollen Studium kaum Zeit zum Geldverdienen bleibt, nicht allein von Kunst leben, daran erinnert Johannes Everding am Ende des Abends. Um auch die existentiellen Bedürfnisse des Studentenlebens zu sichern, hilft die im letzten Jahr gegründete August Everding Stiftung, die hierbei natürlich auf Spendengelder angewiesen ist. Mit ihrer Hilfe kommt man auch dem Credo von August Everding einen Schritt näher:

„Kultur ist keine Beigabe – sie ist die Gabe, für die es sich zu leben lohnt.“

Die Studenten haben mit ihren erfrischenden und enthusiastischen Auftritten an diesem Abend beste Werbung in eigener Sache betrieben und den Beweis erbracht, dass Kultur ein wahres Lebenselixier darstellt.

 

 

Everdings Evergreen

Mal eine andere Sicht auf eine „geliebte“ Inszenierung bekommen. Mit diesem Anspruch ließ die Bayerische Staatsoper, mit Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters, durch das Berliner Künstlerkollektiv Frl. Wunder AG zum Jubiläum „40 Jahre Die Zauberflöte von August Everding „ einen Abend „performen“.

Mal eine andere Sicht auf eine „geliebte“ Inszenierung bekommen. Mit diesem Anspruch ließ die Bayerische Staatsoper, mit Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters, durch das Berliner Künstlerkollektiv Frl. Wunder AG zum Jubiläum „40 Jahre Die Zauberflöte von August Everding „ einen Abend „performen“.

Und so machten sich 100 Mitglieder auf eine Reise durch das Stück und seine Gefühlsathletik. Mit einem Parcours im Vorderhaus des Nationaltheaters fing alles an: Ein auf zwei Seiten verteiltes Ensemble in der Eingangshalle begrüßte die Besucher mit einer Musikcollage – und kontroversen Ansichten: „Geliebt!“ jubelten die einen – „Gehasst!“ schimpften die anderen.

An verschiedenen Stationen im ganzen Haus begegneten die Gäste anderen Opernbesuchern, Mitwirkenden an Everdings Zauberflöte und Experten. Niemand bekam dabei alles zu sehen – doch an allen Stationen gab es Unerhörtes, Überraschendes, nie zuvor Gesehenes zu erleben. Zwei junge Kinderstatisten aus der Inszenierung luden charmant, aber bestimmt das Publikum ein: „Kommt mit, kommt mit“ riefen sie.

Und so wurden alle auf die große Probebühne im Nationaltheater geführt. Mit einem eigens konzipierten Stück betrachtete das Berliner Künstlerkollektiv „Frl. Wunder AG“ verschiedene Aspekte der Zauberflöte: Wie entstehen Gefühle, warum ist ausgerechnet diese Inszenierung so geliebt/gehasst.

Ein spannender Abend mit einem überraschenden Fazit: die jüngsten Mitwirkenden plädieren für die Beibehaltung dieser zwar umstrittenen aber dennoch geliebten und „kultigen“ Inszenierung.

Was für ein wunderschönes Geschenk zum 90. Geburtstag von August Everding: Happy Birthday!

Bilder: Wilfried Hösl

Leuchtende Kinderaugen

Hungriger Drache trifft auf aufgeweckten kleinen Jungen! Mit einer Sondervorstellung eines Sitzkissenkonzertes für unsere „kleinsten Freunde“ am 27. Oktober in der Parkettgarderobe wurde Jung und Alt eine große Freude bereitet.

Hungriger Drache trifft auf aufgeweckten kleinen Jungen! Mit einer Sondervorstellung eines Sitzkissenkonzertes für unsere „kleinsten Freunde“ am 27. Oktober in der Parkettgarderobe wurde Jung und Alt eine große Freude bereitet.

Basierend auf dem Bilderbuch „Oskar und der sehr hungrige Drache“ entstand ein szenisch-musikalisches Kleinod für die jüngsten Besucher der Bayerischen Staatsoper. Die Sprecherin Ursula Gessat erzählte bildreich die Geschichte des kleinen Jungen, der durch seine Kochkünste einen hungrigen Drachen von einem unsympathischen Monster zu einem liebenswürdigen Freund veränderte. Das kreative Klavierspiel von André Callegaro zog die anwesenden Kinder, aber auch die Erwachsenen in den Bann der Geschichte.

Ein großartiger Samstagvormittag.

Konzertmatinee und Jahresveranstaltung 2018

Am Wahl-Sonntag luden die Freunde des Nationaltheaters zur Jahresveranstaltung und Konzertmatinee in die Bayerische Staatsoper ein.

Am Wahl-Sonntag luden die Freunde des Nationaltheaters zur Jahresveranstaltung und Konzertmatinee in die Bayerische Staatsoper ein. Kirill Petrenko leitete das Bayerische Staatsorchester, als Solistin war die Geigerin Patricia Kopatchinskaja zu erleben. Auf dem Programm standen die 2. Symphonie von Johannes Brahms sowie das Violinkonzert von Arnold Schönberg. Für die Zugabe von Darius Milhaud verließ der Soloklarinettist des Bayerischen Staatsorchesters, Andreas Schablas, seinen Platz bei den Holzbläsern und kam nach vorne, um mit Patricia Kopatchinskaja zusammen zu musizieren.

Dr. Siegfried Kneißl begrüßte als Vorsitzender des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters die Mitglieder und Konzertbesucher und dankte allen für die großzügigen Spenden. Sein Dank richtete sich selbstverständlich auch an die Intendanz für die angenehme Zusammenarbeit. 

Dr. Wolfgang Heubisch, Mitglied in unserem Verein gut gelaunt am Sonntagvormittag: „Brahms 2. altbekannt? Nein, es war wunderbar, wie Maestro Petrenko und sein Staatsorchester auch diese Symphonie transparent und neu zum Leuchten brachten. Patricia Kopatchinskaja spielt nicht nur, sondern tanzt (barfuß) ihre Musik. Ein Wirbelwind in der Geige. Das erste Mal, dass mir Schönberg naheging!“

Auch unser Mitglied Christiane Gräfin von Ballestrem war unter den begeisterten Konzertbesuchern, hier ihre Eindrücke: „Nur selten hört man das Konzert für Violine und Orchester op.36 von Arnold Schönberg in den großen Konzertsälen. Dafür gibt es einen einfachen Grund: „Das Werk ist eine harte Nuss, sowohl zu spielen, als auch zu hören“. So in etwa lese ich es im Programmheft zum 2. Akademiekonzert, welches am Sonntag den 14. Oktober in der Oper für die Freunde des Nationaltheaters aufgeführt wurde. Mit einer atemberaubenden Technik gelang es der russischen Violinistin Patricia Kopatchinskaja und dem Bayerischen Staatsorchester unter Leitung unseres Generalmusikdirektors Kirill Petrenko diese „Nuss“ zu knacken. Einen bezwingenden Reiz übte der Rhythmus der Musik aus, den die Solistin mit ihrer ganzen Körpersprache und barfuß stampfenden temperamentvoll widerspiegelte. Die virtuose Gestaltung ihrer Geigenstimme war ein Hochgenuss für die Freunde. Nach der Pause entfachte das Bayerische Staatsorchester mit der Symphonie Nr. 2 von Johannes Brahms beim Publikum einen Sturm der Begeisterung. Bei diesem Stück gab es auch keine „Nuss zu knacken“, sondern lieblich, romantische Musik und ein triumphaler Abschluss des 4. Satzes hinterließen bei mir die Gewissheit: „BEGEISTERUNG IST ANSTECKEND“

Ein inspirierendes, prachtvolles Akademiekonzert fand seinen Ausklang bei dem anschließenden Empfang mit Imbiss im neugestalteten, außergewöhnlichen Treffpunkt für Opernfreunde im „Freunde- Foyer“ der Oper. Ich verlasse den Lieblingsort fast aller „Freunde des Nationaltheaters“, um bei dem herrlichsten, spätsommerlichen Wetter meiner bürgerlichen Pflicht nachzugehen, meine Stimme bei der bayerischen Landtagswahl abzugeben! Mein Kreuzchen für die „Freunde des Nationaltheaters“ hatte ich ja bereits gemacht!“

Beim Empfang im „Freunde-Foyer“ nahm Dr. Siegfried Kneißl seinen Dank nochmal auf und überreichte Staatsintendant Nikolaus Bachler den neuen Freunde PIN; der Hausherr, hieß ebenfalls die „Freunde“ willkommen, freute sich über das Doppeljubiläum 100 Jahre Bayerische Staatsoper und 200 Jahre Nationaltheater und fügte an, die „Freunde“ könnten zwar altersmäßig nicht mithalten, denn sie seien erst 1951 gegründet worden, aber ohne den Verein und das enorme Engagement nach dem Krieg hätte es keinen Wiederaufbau gegeben. Das Haus wäre nicht auferstanden aus den Ruinen, man würde einen Neubau bespielen und nicht eines der schönsten Opernhäuser der Welt.

Sommerkonzert der Orchesterakademie im Schloss Fürstenried

Ein lauer Sommerabend bei dem das Schloss Fürstenried eine zauberhafte Kulisse bietet für das sommerliche Kammerkonzert der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters.

Ein lauer Sommerabend bei dem das Schloss Fürstenried eine zauberhafte Kulisse bietet für das sommerliche Kammerkonzert der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters. Dieses familiäre Konzert stellt die Früchte der Spielzeit dar, welche einigen Förderern präsentiert werden. Die Freunde des Nationaltheaters unterstützen i.ü. seit Beginn der Akademie diese erfolgreiche Arbeit des musikalischen Nachwuchses.

Kurz nach einem Gewitter konnte das Publikum das traumhafte Ambiente im Park genießen, wunderbarer Sommerduft in der Nase, in Erwartung dieses intimen Open Air Konzertes.

Die jungen Künstler der Orchesterakademie überzeugen durch ihr Talent und Können an ihren Instrumenten. Ihre Freude über das Gelingen der virtuosen Partien überträgt sich auf das Publikum; die Begeisterung der Zuhörer geht auf die Musiker über.

Ihr Programm haben die Künstler selbst zusammengestellt: Ravel, Telemann, Debussy und Britten. Ein Genuss!

Der Ausklang dieses gelungenen Konzertabends bei einem kleinen Umtrunk regt an zum Plaudern. Die jungen Musiker sitzen bereits wieder lässig in zivil im Park beim fröhlichen Plausch mit ihrer Leiterin, Frau Christiane Arnold.

Haben Sie auch Lust hinter die Kulissen zu blicken und durch Ihren Beitrag bei den Freunden des Nationaltheaters die Orchesterakademie zu fördern? Machen Sie mit!

Ein Wiedersehen - zum 48. Mal!

Am 16. Juni 2018 luden die Freunde des Nationaltheaters ehemalige Mitglieder der Bayerischen Staatsoper zum 48. Wiedersehenstreffen zu festlichem Essen im Königssaal und der Opernaufführung „Arabella“ von Richard Strauss ein.

Am 16. Juni 2018 luden die Freunde des Nationaltheaters ehemalige Mitglieder der Bayerischen Staatsoper zum 48. Wiedersehenstreffen zu festlichem Essen im Königssaal und der Opernaufführung „Arabella“ von Richard Strauss ein.

Fast ein wenig Festspielstimmung kam auf, als man an diesem hochsommerlichen Samstag Nachmittag die vielen Stars über die prächtige Treppe des Nationaltheaters zum Ionischen Saal schreiten sah. Knapp dreißig ehemalige Künstlerinnen und Künstler des Gesangs, des Solotanzes, der Regie und des Bühnenbildes folgten der zu ihren Ehren gegebenen traditionellen Einladung des Vorstands der Freunde des Nationaltheaters. Unter ihnen befanden sich die Kammersängerinnen und Kammersänger Inge Borgh, Ingeborg Hallstein, Helena Jungwirth, Claes H. Ahnsjö und Gerhard Auer, der Solotänzer Heino Hallhuber, der Regisseur Jürgen Rose und weitere unvergessene Stars. Als besonders geschätzter Ehrengast des „Familientreffens“ erschien Frau Dr. Gustava Everding. Die Intendanz der Bayerischen Staatsoper war mit der Direktorin des Musikalischen Bereichs, Frau Annette Zühlke und dem Direktor des Künstlerischen Betriebs, Herrn Henning Ruhe, vertreten.

Während des Empfangs im Ionischen Saal und dem anschließenden Diner im festlich geschmückten, sonnendurchfluteten Königssaal tauschten die Gäste in fröhlicher Stimmung Erinnerungen an gemeinsame Bühnenauftritte und viele persönliche Erlebnisse aus. In ihren Grußworten dankten der Gastgeber und Vorsitzende des Vorstands der „Freunde“, Dr. Siegfried Kneißl und der Vertreter des Hauses, Henning Ruhe, den „Ehemaligen“ für ihr unvergessenes Wirken und die Treue zur Bayerischen Staatsoper.

Der Höhepunkt des Tages war freilich die Aufführung der Oper „Arabella“ von Richard Strauss unter der Leitung von Maestro Constantin Trinks. Mit charmanten Worten begrüßte Dr. Siegfried Kneißl im ausverkauften Haus nochmals die ehemaligen Künstler und die Mitglieder des Vereins der Freunde des Nationaltheaters. Dann gehörte die Bühne den Stars von heute, voran Anja Harteros und Michael Volle. Zwischenapplaus und Standing Ovations am Ende zeigten die Begeisterung, die das Publikum ergriffen hatte. Auch das Urteil der fachkundigen ehemaligen Sängerinnen und Sänger fiel sehr gut aus. Im Übrigen freuten sich die „Ehemaligen“ bereits auf das 49. Wiedersehenstreffen im nächsten Jahr.

Hamburg - "meine Perle"

Bei wunderschönem "hanseatischen" Wetter erlebten Mitglieder der Freunde des Nationaltheaters das kulturelle Hamburg von seiner spannendsten Seite.

Bei wunderschönem "hanseatischen" Wetter erlebten Mitglieder der Freunde des Nationaltheaters das kulturelle Hamburg von seiner spannendsten Seite.

Begonnen hat diese Reise mit einem Empfang in der Hamburger Staatsoper am 27. April, dem sich die Aufführung von Ludwig van Beethovens "Fidelio" anschloss. Kent Nagano dirigierte dabei das Philharmonische Staatsorchester Hamburg.

Bei schönstem Sonnenschein durften die Mitreisenden am Samstag bei einer Hafenrundfahrt das rege Treiben im Hamburger Hafen erleben und bei einer Stadtführung die wunderbare Hansestadt näher kennenlernen. Höhepunkt des Tages war sicherlich das abendliche Dinner im eleganten Übersee-Club, zu dem man nur selten Zutritt bekommt.

Krönender Abschluss war die Konzertmatinee am Sontag, 29. April, in der Elbphilharmonie. Ein erneutes Wiedersehen mit Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, die diesmal Werke u.a. von Richard Wagner, Olivier Messiaen und Arvo Pärt zum Besten gaben.

Mehr Eindrücke der Reise haben wir in dem seitlichen Bilder-Blog  zusammengefasst.

 

 

Sternstunde mit Senta Berger

Senta Berger las im Münchner Prinzregententheater zu Gunsten der „August-Everding-Stiftung“ Werke von Alfred Polgar.

Senta Berger las zu Gunsten der „August-Everding-Stiftung“, mit welcher die „Freunde des Nationaltheaters“ und die „Theaterakademie August Everding“ die Studierenden der Akademie unterstützen.

Weil sie leider nicht beim Stiftungsdinner im vergangenen November dabei sein konnte, hat die großartige Schauspielerin Senta Berger, zusammen mit dem Geiger Peter Clemente und dem Pianisten Paul Rivinius, einen Benefizabend der Extraklasse geboten. Senta Berger las Geschichten aus Alfred Polgars Zyklus „Sie und Er – oder die Himmelsmacht“ – Miniaturen über die komplexen Beziehungen zwischen Frau und Mann.

Senta Berger: „Fortwährend versuchen Mann und Frau sich zu verstehen - oder miss zu verstehen. Und während wir noch über die Paare lachen, deren Geschichten Polgar erzählt, werden wir gewahr, dass wir es sind, die hier bis auf das Wimpernhärchen genau beschrieben werden“. Das Archaische in der Liebe ist ebenso Thema, wie die hingebungsvolle, zärtliche, alles verzeihende Liebe; es geht um die Macht der Liebe und den Missbrauch dieser Macht, die Eifersucht und die Leidenschaft. „Unterhalte dich gut!“ heißt die erste Geschichte. Was meint die Gattin, wenn sie ihm, der sich mit einem Freund trifft - ohne sie, versteht sich - beim Abschied hinterherruft: „Unterhalte dich gut und bleib nur so lange du willst!“

Hat er wirklich Grund zur Eifersucht, wenn seine Freundin nach dem gemeinsamen Theaterbesuch von dem Herrn erzählt, der neben ihr saß und angeblich verstohlen versuchte mit ihr anzubandeln, ist sie tatsächlich naiv oder spielt sie ein grausames und raffiniert ersonnenes Spiel mit ihm? Pathologische Eifersucht macht in „Sonnenklar“ beiden das Leben zur Hölle - und wenn Frauen, wie in der Miniatur „Der Park wird hergerichtet“, zickig schweigen, dann „hört man es“, meint Alfred Polgar. Senta Berger las die Geschichten nicht einfach vor, sie machte aus ihnen kleine feine Theaterstücke. Sie spielte alle Rollen mit dem Einfühlungsvermögen einer gescheiten Frau, mit dem Können einer großartigen Schauspielerin. Die heitere Gelassenheit nimmt man ihr ebenso ab, wie die Wut, den Zorn, die Verzweiflung, die Dummheit, die Arroganz, die Zärtlichkeit und Zugeneigtheit der jeweils gespielten Personen.

Die Figuren werden lebendig durch Senta Bergers individuellen Tonfall, das variantenreiche Tempo, durch Mimik und Gestik. Wie bei einem Relief treten die Charaktere mal mehr, mal weniger in den Vordergrund. Und das Beeindruckendste dabei ist, dass sie Polgars Geschöpfe nie denunziert, sie nicht zur Selbstdarstellung missbraucht, sondern jedem in seiner Individualität souverän, auf geradezu ideale Weise gerecht wird. Peter Clemente und Paul Rivinius komplettierten mit musikalischen Miniaturen virtuos, stimmig und kongenial diesen Wiener Abend.

Fazit: Jeder, der nicht dabei war, hat etwas Einmaliges versäumt

Wachgeküsst!

Das neue Freunde-Foyer wurde am 19. März feierlich an das Publikum der Bayerischen Staatsoper übergeben.

Ziemlich eisige Temperaturen brachte der Wintereinbruch mit sich und so war man sehr froh, die Pforten des Nationaltheaters zu passieren um ins Innere zu gelangen. Die Bayerische Staatsoper lud am 19. März zur Generalprobe des 4. Akademiekonzerts und in der Pause sollte das neue Freunde-Foyer, das dem Bayerischen Staatsorchester gewidmet ist, zum ersten Mal einem größeren Publikum vorgestellt werden.

Die Neugier trieb einige Besucher vorab schon in Richtung der neugestalteten Räumlichkeiten die mit einer großen Überraschung punkten können:

Aus der ehemals zugigen nördlichen Eingangshalle ist eine Lounge geworden, durchaus groß dimensioniert und repräsentativ, aber dennoch warm und einladend.

Voll Vorfreude begab man sich ins Theater zum ersten Teil der Probe, in der Kyrill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester eindrucksvoll an Peter Tschaikowskis Manfred Sinfonie bewiesen haben, was kongeniales Künstlertum bedeutet. Mit großem Interesse verfolgte das Probenpublikum die Arbeit auf der Bühne, beeindruckt von der Präzision mit der die Musiker ihrem Orchesterchef folgten.

Zur Pause war es dann soweit, das erste offizielle Treffen lockte die Freunde des Nationaltheaters ins neue Foyer. Ein Raum voll Atmosphäre und Vitalität ist aus der nördlichen Eingangshalle geworden, wie Dr. Siegfried Kneißl in seiner Begrüßungsrede bemerkt hat. Ein Raum in dem man mit grandioser Lichtregie wahre Wunder vollbracht hat. Bequeme Polsterelemente laden ein, sich niederzulassen und die großen Fotocollagen zu betrachten – Bilder des Foto- und Filmkünstlers Christoph Brech, wie Pressechef Christoph Koch erläuterte. Sowohl von ihm, als auch von der musikalischen Direktorin der Bayerischen Staatsoper kam ein herzlicher Dank an die Freunde des Nationaltheaters. Die Bereitschaft und Großzügigkeit mit der in der Vergangenheit diverse Projekte unterstützt worden sind hob Annette Zühlke besonders hervor. Sie freue sich darüber, in den neuen Räumlichkeiten die vielen interessanten Ideen die sie habe, wie etwa Kinder- oder Akademiekonzerte, zu verwirklichen. Darüber hinaus hoffe sie auf viele angeregte Gespräche über die gemeinsame Arbeit.

In bester Stimmung ging die Zusammenkunft zu Ende, es war wieder Zeit zurück ins Theater zu gehen um dem 2. Teil der Probe zu folgen – Julia Fischer und Daniel Müller-Schott spielten mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kyrill Petrenko das Doppelkonzert von Johannes Brahms.

Zurück blieb ein leeres Freunde-Foyer, in dem auf großer Leinwand das zu sehen war, was sonst nur der Generalmusikdirektor zu Gesicht bekommt: die Partitur (der Götterdämmerung) auf dem Pult und seine Hände bei der Arbeit.

Happy Birthday, Lenny!

Das Prinzregententheater tobte, das Publikum jubelte, klatschte und pfiff vor Begeisterung nach diesem gelungenen Abend.

Am 25. August 1918 wurde in Massachusetts Louis Bernstein geboren, den seine Eltern, jüdische Einwanderer aus der Ukraine, stets Leonard riefen. Freunde nannten ihn Lenny, so auch die Studenten der Theaterakademie August-Everding, die mit ihrer brillanten Revue „Happy Birthday, Lenny“ den Reigen der Feierlichkeiten anlässlich seines 100. Geburtstags heuer eröffneten.

Zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester und dem Dirigenten Wayne Marshall boten die Studenten, Absolventen und Alumni der Musicalklasse der Akademie ein perfekt arrangiertes Mosaik aus Bernsteins Bühnenwerken. Das Prinzregententheater tobte, das Publikum jubelte, klatschte und pfiff vor Begeisterung nach diesem gelungenen Abend. Beeindruckend war, mit welcher Präzision, Detailverliebtheit, Kreativität und Musikalität der Regisseur Hardy Rudolz und der Dramaturg Christoph Kaldonek diesen Querschnitt aus Lenny Bernsteins Schaffen realisiert haben. Die jungen Künstler füllten das Konzept mit Leben aus, mit Energie, Temperament, enormer Spielfreude und Perfektion in Gesang, Tanz und Spiel.

Eine Hommage an Bernstein, der bereits als junger Mann 1948 hier im Prinzregententheater auf Einladung von Georg Solti das Bayerische Staatsorchester dirigierte und den August Everding einmal so würdigte: „Bernstein sein, heißt Dirigent, Komponist, Pianist, Autor, Lehrer, Fernseh-, Pult- und Gesellschaftsstar zu sein.“ Professor Hans Jürgen Drescher war zurecht stolz auf seine „ Mannschaft“ und auch Dr. Siegfried Kneißl würdigte die Leistungen in seiner Rede, mit der der anschließende Künstlerempfang eröffnet wurde.

Hier konnten sich die Freunde des Nationaltheaters bei Wein und Häppchen mit den Studenten der Akademie unterhalten, ein gegenseitiges Kennenlernen, bei dem wir viel über die Ausbildung, die Freude am Beruf, über Lampenfieber, Teamgeist und Zukunftspläne erfahren durften. Erst gegen Mitternacht war dieser Abend zu Ende, der einen nicht bang werden ließ um die Zukunft des Theaters.

O Paradis

Wir kennen die traumhafte Kombination schon lange: Jonas Kaufmann und das Bayerische Staatsorchester. Nun präsentierte er seine neueste CD - mit "unserem" Staatsorchester!

Wir kennen die traumhafte Kombination schon lange: Jonas Kaufmann und das Bayerische Staatsorchester. Bei vielen Besuchen in der Bayerischen Staatsoper durften und dürfen wir die kongeniale Verbindung des Startenors mit einem der besten Orchester unserer Zeit erleben.

Nun endlich ist diese „Münchner Traumverbindung“, auch Dank der großzügigen Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters auf Tonträger zu erleben. Die neue CD „L´Opéra“, mit Arien und Duetten aus französischen Opern, welche bei einem Galakonzert am 10. Dezember 2017 im Nationaltheater präsentiert wurde, ist u.a. im Opernshop erhältlich und sicherlich ein schönes Geschenk zu Weihnachten für viele Musikliebhaber.

O Paradis – die Arie des Vasco da Gama aus Meyerbeers Oper L’Africaine gab diesem Konzertabend am 10. Dezember im Nationaltheater den Titel. Jonas Kaufmann, die albanische Sopranistin Ermonela Jaho und der französische Bariton Ludovic Tézier sangen aus Opern von Jacques Offenbach, Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz, Ambroise Thomas, Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Georges Bizet und Jules Massenet. Dirigiert hat Bertrand de Billy.

Besonders das Freundschafts-Duett aus Verdis Don Carlos zwischen Rodrigue und Don Carlos hat es den Konzertbesuchern angetan. Auch Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier waren glücklich, jedenfalls gab es innige Umarmungen – Freunde also nicht nur in der Oper, sondern auch als Künstler – ein gelöster Moment in freundschaftlicher und entspannter Atmosphäre nach einer gelungenen Darbietung.

Traumhaftes Zusammenspiel dann zwischen Harfe und Sologeige während der Meditation aus Thais; die große Harmonie und enorme Konzentration im Orchester haben sich auf das Publikum übertragen. Absolute Stille unter den Konzertbesuchern erlebt man vor allem in Erkältungszeiten nicht oft - für die Künstler ist die Stille eine Bestätigung ihrer Leistung, der Qualität ihrer Darbietung und manchmal wichtiger als frenetischer Applaus.

Den gab es dann aber schon am Ende dieses Abends. Alle Arien und Duette finden Sie auf der CD “L’Opéra“ - hier singen Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier zusammen mit der bulgarischen Sopranistin Sonya Yoncheva - erschienen bei Sony.

Wie man wird, was man ist

Die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus und den Jahren danach, ist für viele Institutionen ein Unterfangen, welches Mut und Entschlossenheit fordert.

Die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus und den Jahren danach, ist für viele Institutionen ein Unterfangen, welches Mut und Entschlossenheit fordert. Nietzsches Satz „Wie man wird, was man ist“ inspirierte die Bayerische Staatsoper in der Jubiläumsspielzeit 2013/2014, sich mit ihrer Geschichte zwischen 1933 und 1963 auseinanderzusetzen und ein Forschungsprojekt ins Leben zu rufen. Die Ergebnisse aus diesen vier Jahren Forschungsarbeit wurden nun in Buchform präsentiert. Dieses umfangreiche Werk, geschrieben von Prof. Dr. Jürgen Schläder, Dr. Rasmus Cromme, Dominik Frank und Katrin Frühinsfeld ist im Henschel Verlag erschienen und ab sofort im Opernshop erhältlich.

Ergänzend zu dieser Publikation wurde aber auch ein weiteres – von den Freunden des Nationaltheater finanziertes - Gemälde in der Porträtgalerie präsentiert: Georg Hartmann, Staatsintendant am Nationaltheater von 1945 bis 1952 und Vorgänger des bekannten, aber politisch nicht unbelasteten, Rudolf Hartmann.

Mit einem neuen Audioguide kann man ab sofort Informationen zu diesem Bild, aber auch zu vielen anderen im Nationaltheater dargestellten Persönlichkeiten sammeln und so näheres über die Geschichte des Theaters erfahren.

Stiftungsgründung

„Ein Mäzen ist ein Mensch, der herausfindet, dass er ungerechtfertigter Weise zu viel Geld hat und das Zuviel zurückführt. Wir müssen ihn motivieren, wohin er es zurückführt“

„Ein Mäzen ist ein Mensch, der herausfindet, dass er ungerechtfertigter Weise zu viel Geld hat und das Zuviel zurückführt. Wir müssen ihn motivieren, wohin er es zurückführt“

– mit dieser Tonzuspielung ging am 6. November 2017 die Eröffnungsfeier zur Gründung der AUGUST EVERDING STIFTUNG zu Ende. Die Gäste im Gartensaal des Prinzregententheaters, darunter Dr. Gustava Everding mit dreien ihrer Söhne sowie der Ehrenvorsitzende des Stiftungsrates S.K.H. Herzog Franz von Bayern, hörten August Everdings Stimme quasi aus dem Theaterhimmel und waren sichtlich gerührt.

Everdings Wirken als Theatermann und seine enormen Fähigkeiten, Menschen zu Mäzenen zu machen, ihre Geldbörsen für seine Projekte zum Wohle der Allgemeinheit zu öffnen, sind in Deutschland sicher ohne Beispiel. Ohne ihn gäbe es das Prinzregententheater nicht und die Theaterakademie wäre ein schöner Traum geblieben.

Seit langem nun ist es uns, den „Freunden des Nationaltheaters“ ein Anliegen, August Everdings Erbe zu pflegen, und seine einzige und „Lieblingstochter“, die Theaterakademie zu unterstützen. Zahlreiche Einzelprojekte haben wir bereits gefördert, jetzt konnten wir zusammen mit der Theaterakademie die AUGUST EVERDING STIFTUNG ins Leben rufen, die sich für den künstlerischen Nachwuchs durch u. a. Stipendien, Förderung von Produktionen, Unterstützung studienrelevanter Auslandsaufenthalte sowie Anschaffung von Gegenständen für den Unterricht einsetzt.

Professor Hans-Jürgen Drescher, der Präsident der Bayerischen Theaterakademie bedankte sich bei den Stiftern mit einer Soirée und anschließendem Dinner – unterstützt und auf bewährt gekonnte Weise realisiert von „Feinkost Käfer“. Zwei prominente Weggefährten Everdings, Mario Adorf und Klaus Doldinger, erzählten von der gemeinsamen Zeit im Gespräch mit Gerhard Schmitt-Thiel, der fantasievoll mit seriösem Charme durch die Soirée führte. Es war ein rundum gelungener Abend, mit wunderbar professionellen Darbietungen sowohl von bereits arrivierten, recht erfolgreichen Absolventen, wie z. B. Danae Kontora und Mauro Peter, wie auch Studierende der Studiengänge Musiktheater/Oper und Musical: Exzellente solistische Einzelleistungen und perfekte Choreographien in raffinierter, effektvoller Dramaturgie.

Der eingangs zitierte „August der Große“, dessen von ihm hinterlassene Lücke nie gefüllt werden konnte, hätte gewiss seine Freude daran gehabt....

Licht-Premiere am Max-Joseph-Platz

Münchens Oper leuchtet! Zwar strahlte bisher das Münchner Nationaltheater bei Aufführungen von innen, an spielfreien Tagen aber war der klassizistische Bau eher zweckdienlich beleuchtet.

Zwar strahlte bisher das Münchner Nationaltheater bei Aufführungen von innen, an spielfreien Tagen aber war der klassizistische Bau eher zweckdienlich beleuchtet. Die Fassade mit ihren acht Säulen, den Pilastern sowie dem unteren und oberen Tympanon war nur schwer zu erkennen. "Da kann unser Haus von außen schon sehr trist wirken”, sagte Staatsintendant Nikolaus Bachler im April dieses Jahres und versprach, in Zusammenarbeit mit OSRAM und den „Freunden des Nationaltheaters“ das Haus ab Herbst ins richtige Licht zu setzen.

Mit OSRAM hatte man einen kongenialen Partner gefunden. In jüngster Zeit machte das Unternehmen mit der Beleuchtung der Sixtinischen Kapelle sowie der Außenillumination des Petersplatzes von sich reden. Der Säulen-Portikus und die beiden Tympana des Theaters werden durch ein spezielles LED-Konzept besonders hervorgehoben, so der Lichtdesigner und Projektleiter Martin Reuter. Insgesamt sind 130 Meter LED-Leuchtbänder und 16 Strahler verbaut worden, die Leuchtkraft jedoch auf 25% heruntergedimmt worden, um die Helligkeit den benachbarten Fassaden am Max-Joseph-Platz anzupassen. Auch würden bei stärkerer Helligkeit die Kontraste zu hoch und keine Struktur des Steins mehr erkennbar, so Martin Reuter. Zusätzlicher Effekt ist der viel geringere Stromverbrauch, durch die LED-Technik benötigt die komplette Beleuchtung jetzt nur noch ca. 1200 Watt/pro Stunde, etwa soviel wie ein Staubsauger.

Am 2. November konnten sich zahlreiche Gäste darunter auch viele „Freunde des Nationaltheaters“ erstmals selbst ein Bild machen. Um 19 Uhr wurde die Fassadenbeleuchtung durch gemeinsamen Knopfdruck von Nikolaus Bachler, Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender von OSRAM, und dem Vorsitzenden der "Freunde des Nationaltheaters" Dr. Siegfried Kneißl eingeweiht, rechtzeitig zum Beginn der dunklen Jahreszeit. Ohne die Unterstützung, Planung und Durchführung durch OSRAM sowie die großzügige Spendenbereitschaft unserer Mitglieder wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.

Im Übrigen erhalten alle Premium-Spender als Dankeschön eine Fotographie des erleuchteten Theaters, die der international renommierte Künstler Roland Fischer, exklusiv für den Verein in limitierter Auflage kreieren wird. Wir werden Roland Fischer bei seiner Arbeit begleiten und Sie darüber an dieser Stelle informieren.

Freuen wir uns jetzt schon darauf, wenn eines Tages der Max-Joseph-Platz neu angelegt mit dem Theater ein stimmiges Ambiente und architektonisches Ganzes bildet.

"Freunde" für das Bayerische Staatsorchester

Die Jahresveranstaltung der Freunde des Nationaltheaters am 8. Oktober 2017 stand wieder einmal im Zeichen der guten Verbundenheit zum Bayerischen Staatsorchester mit seinem Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

Die Jahresveranstaltung der Freunde des Nationaltheaters am 8. Oktober 2017 stand wieder einmal im Zeichen der guten Verbundenheit zum Bayerischen Staatsorchester mit seinem Generalmusikdirektor Kirill Petrenko. 

Nach der Begrüßung der Gäste im ausverkauften Nationaltheater durch den Vorsitzenden der Freunde des Nationaltheaters, Dr. Siegfried Kneißl, sang der Bariton Matthias Goerne Lieder aus dem Zyklus "Des Knaben Wunderhorn" von Gustav Mahler. Das Bayerische Staatsorchester begleitete den Sänger gewohnt auf höchsten Niveau, bevor es nach der Pause mit der 4. Symphonie von Johannes Brahms ein lange im Gedächtnis bleibendes Finale den Zuhörern bescherte. Lange anhaltender Applaus zeigte die Begeisterung unserer Mitglieder!

Im Anschluss an das Konzert hatten die Freunde des Nationaltheaters Gelegenheit bei einem Empfang im Königssaal sowie den Ionischen Sälen des Nationaltheaters sich über das Konzert und die Arbeit des Vereins auszutauschen sowie mit Mitgliedern des Staatsorchesters ins Gespräch zu kommen.

Stabwechsel

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der langjährige Vorsitzende des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters Prof. Dr. Berthold Eichwald aus seinem Amt verabschiedet.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Räumen des Münchner Nationaltheaters wurde der langjährige Vorsitzende des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters Prof. Dr. Berthold Eichwald aus seinem Amt verabschiedet. Nikolaus Bachler, Staatsintendant der Bayerischen Staatsoper, würdigte seine Verdienste und wünscht sich eine Weiterführung der "guten Freundschaft" durch seinen Amtsnachfolger Dr. Siegfried Kneißl.

 

 

Besuch der Festspielwerkstatt

Was für ein Abend! Eine interessierte Gruppe von Mitgliedern der Freunde des Nationaltheaters machte sich einen Eindruck von der Oper der Zukunft. Musiktheater ohne Grenzen.

Was für ein Abend! Eine interessierte Gruppe von Mitgliedern der Freunde des Nationaltheaters machte sich einen Eindruck von der Oper der Zukunft. Musiktheater ohne Grenzen. Die diesjährige Festspielwerkstatt brachte mit dem Musiktheaterkollektiv AGORA im Rahmen der Reihe "Prozessor" den Abend (catarsi) heraus. Gespielt wurde im Postpalast München. Dank der brillanten Einführung durch den Dramaturgen der Bayerischen Staatsoper Miron Hakenbeck und des Komponisten Benedikt Brachtel wurde man an die Bearbeitung des Stoffes von Beethovens "Fidelio" intensiv herangeführt. Der darauf folgende Abend war sicherlich für viele Besucher sehr eindrucksvoll.

Meisterporträt

"Nun sind Sie stets bei uns im Hause". Mit diesen Worten begrüßte Staatsintendant Nikolaus Bachler Frau Kammersängerin Gabriele Schnaut, deren Porträt nun die "Ahnengalerie" im Nationaltheater ergänzt.

"Nun sind Sie stets bei uns im Hause". Mit diesen Worten begrüßte Staatsintendant Nikolaus Bachler Frau Kammersängerin Gabriele Schnaut, deren Porträt nun die "Ahnengalerie" im Münchner Nationaltheater ergänzt. Der niederländische Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn hat die Wagner-Sängerin porträtiert - vor scharfkantiger, grandioser Bergkulisse. Ein unglaublicher Zuwachs zu dieser einzigartigen Sammlung. Frau Schnaut sagte "Ich bin unglaublich glücklich über das Foto" - und wir sind es auch! 

Die Freunde reisen nach Luzern

Diese Reise war mehr als beglückend für alle Mitfahrer. Vier Tage Sonnenschein am Vierwaldstätter See und dazu unvergessliche Konzerterlebnisse der Spitzenklasse.

Diese Reise war mehr als beglückend für alle Mitfahrer. Vier Tage Sonnenschein am Vierwaldstätter See und dazu unvergessliche Konzerterlebnisse der Spitzenklasse.

Vom 6. bis 9. September 2016 reisten 70 Freunde des Nationaltheaters zum Lucerne Festival. Auf dem Programm standen neben einem Konzert der Wiener Philharmoniker die Begleitung "unseres" Staatsorchesters mit seinem GMD Kirill Petrenko. Das Bayerische Staatsorchester spielte dabei im KKL neben der Ouvertüre zu "Die Meistersinger von Nürnberg" auch die Symphonia Domestica sowie die Vier letzten Lieder von Richard Strauss mit der wunderbaren Diana Damrau. Bei einer abendlichen Fahrt mit dem historischen Raddampfer Schiller über den Vierwaldstätter See konnten sich unsere Mitglieder zusammen mit den Orchestermusikern und Vertretern der Intendanz bei einem festlichen Dinner austauschen.

Eine großartige Reise, die den Verein zu neuen Ideen ermunterte.

"...und ehret ihre Kunst"

Maestro Zubin Mehta wurde im Rahmen eines festlichen Empfangs am 19. Februar 2016 mit der Meistersinger Medaille der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnet.

Maestro Zubin Mehta wurde im Rahmen eines festlichen Empfangs am 19. Februar 2016 mit der Meistersinger-Medaille der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnet.

Der Empfang fand im Anschluss an das Jahreskonzert 2016 der Freunde des Nationaltheaters statt, bei welchem die Gurrelieder von Arnold Schönberg aufgeführt wurden. 

Die Medaille aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg wurde von den Freunde des Nationaltheaters 1999 gestiftet und wird von der Intendanz der Bayerischen Staatsoper in Erinnerung an die Uraufführung von Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" im Jahr 1868 am Hof- und Nationaltheater München für herausragende künstlerische Leistungen verliehen.

Maestro Zubin Mehta ist nun der siebte Träger, nach Hans Hotter, Inge Borkh, Astrid Varnay, Dietrich Fischer-Dieskau, Hertha Töpper und Edita Gruberova.