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Meistersängerin!

Die Bayerische Staatsoper ehrte Anja Harteros anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubliäums mit der „Meistersinger-Medaille“, gestiftet von den „Freunden des Nationaltheaters.

Edita Gruberova bekam sie überreicht, auch Zubin Mehta, Dietrich Fischer-Dieskau, Jonas Kaufmann und nun ehrte die Bayerische Staatsoper Anja Harteros anlässlich ihres 20-jährigen Bühnenjubliäums mit der „Meistersinger-Medaille“, gestiftet von den „Freunden des Nationaltheaters.

Nach einer großartigen Aufführung von Puccinis Tosca am 3. November überreichte Nikolaus Bachler, „unserer“ Anja Harteros auch einen herrlichen Rosentsrauß – und dankte ihr für unvergessliche Abende auf der Bühne des Münchner Nationaltheaters. 1999 debütierte Anja Harteros als Agathe im Freischütz, seitdem trat sie in mehr als 20 Rollen an über 240 Abenden auf und jeder Abend mit ihr ist ein Erlebnis!

Die Tosca singt Anja Harteros wieder im Februar und während der Festspiele 2020, auch als Desdemona und Elsa können wir sie erleben und dann als Elisabeth im Don Carlo beim Wiedersehenstreffen mit ehemaligen Mitgliedern der Bayerischen Staatsoper im Mai.

"Knusper, knusper, knäuschen..."

Mit einem schmetternden "Ra-La-la-la Ra- la-la-la heißa Mutter ich bin da!" aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck beginnt der Einmarsch ....

Mit einem schmetternden "Ra-La-la-la Ra- la-la-la heißa Mutter ich bin da!" aus der Kinderoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck beginnt der Einmarsch des Bläserquintetts für das „Sitzkissenkonzert“ unserer jüngsten Fangemeinde.

Meine 2 kleinen 5 jährigen Begleiter und sicher 30 weitere Kinder mit Eltern oder Großeltern sitzen bereits voller Erwartung auf ihren Kissen und Bänken in der Parkettgarderobe der Bayerischen Staatsoper und begrüßen die einmarschierenden Bläser mit einem lauten Applaus. Nach dem Einmarsch der Bläser stellt die „Posaune“ erst einmal die anderen Instrumente Horn, Trompete und Tuba vor.

Anschaulich demonstriert der Posaunist , wie die Töne in den Blasinstrumenten durch die Mundbewegung entstehen. Und nun liest die Märchenvorleserin Ursula Gessat mit melodisch eindringlicher Stimme aus einem großen Märchenbuch Auszüge aus der Geschichte von „Hänsel und Gretel“ vor.

Fast jedes der Kinder kennt das Märchen von den Gebrüdern Grimm, sind sie doch durch die Familien wohl vorbereitet hierher gekommen. Klanglich sowohl lieblich, als auch dramatisch wird die Erzählung von den Bläsern des „Ensemble Opera Brass“ untermalt. Bei bekannten Liedern wie z. B. dem Abendsegen „Abends, will ich schlafen gehen, 14 Engel mit mir gehn“ oder „Suse, liebe Suse was raschelt im Stroh“ singen die Kinder diese Volkslieder mit Begeisterung mit.

Viel zu schnell ist die Zeit verflogen, das Märchen zu Ende gelesen, das Bläserquintet musizierend hinausmarschiert und das fröhliche Geschnatter unserer Kleinsten, die vielleicht zukünftige Freunde des Nationaltheaters werden könnten, verstummt. Zu Hause angekommen, versuche ich gleich Karten für die Oper „Hänsel und Gretel“ zu ergattern, denn ich habe doch noch ältere Enkel.

Diese in die Opernwelt einzuführen und zu begleiten ist einfach ein großes Vergnügen.

"Oh, hätt ich meiner Tochter nur geglaubt!"

„Die Kluge“ von Carl Orff erlebte ihre Uraufführung im Jahr 1943 in Frankfurt. In der Regie von Günther Rennert wurde diese Märchenoper ein großartiger Erfolg. Weitere Aufführungen gingen in den Wirren der Kriegsjahre unter – erst nach 1945 begann sich der Welterfolg der „Klugen“ abzuzeichnen, über 200 Bühnen hatten das Märchen auf ihren Spielplänen, in mehr als 20 Sprachen wurde das Libretto übersetzt. Nun hatte am 2. Oktober „Die Geschichte von dem König und seiner klugen Frau“ im Gärtnerplatztheater in einer Fassung von Wilfried Hiller Uraufführung. Wilfried Hiller, einst Schüler und enger Vertrauter von Carl Orff, erstellte zusammen mit Paul Leonard Schäffer im Auftrag des Gärtnerplatztheaters eine Orchesterfassung für 15 Instrumente. Da die Freunde des Nationaltheaters diese Produktion großzügig unterstützen, gab es für die Mitglieder eine besondere Aufführung, der ein Empfang mit einer Werkeinführung vorausging. Michael Alexander Rinz, der betreuende Dramaturg des Stückes, erklärte viel über die Umsetzung in dieser Inszenierung. Im Dialog mit dem Regisseur Lukas Wachernig und der Bühnenbildnerin Stephanie Thurmair wurden so einige Details den anwesenden Gästen nahegebracht. Die Oper fand dann auf der Studiobühne statt. Der König, wie alle weiteren männlichen Darsteller in schwarz gekleidet, sitzt auf einem schwarzen Thron in Schräglage unter einem schwarzen blattlosen Baum, unter ihm der Kerker. Die Kluge, bewegt sich in einem knöchellangen weißen Kleid wie eine Puppe. Unnahbar und emotionslos scheint sie auf des Königs Bosheiten zu reagieren – erst zum Schluß, wenn sie mit ihrer Klugheit den König überlistet und schließlich bekehrt hat, huscht ein feines Lächeln über ihr Gesicht. Die Aufführung, ausnahmslos von Mitgliedern des Gärtnerplatztheaters realisiert und dargeboten wurde begeistert vom Publikum beklatscht. Die Sänger waren allesamt in Bestform und der Dirigent Andreas Kowalewitz hat die vorzüglichen Musiker des Gärtnerplatzorchesters zu einer rhythmisch-musikalischen Einheit geformt. Die „Kluge“ ist ein Aushängeschild für das Gärtnerplatztheater.

„Die Kluge“ von Carl Orff erlebte ihre Uraufführung im Jahr 1943 in Frankfurt. In der Regie von Günther Rennert wurde diese Märchenoper ein großartiger Erfolg. Weitere Aufführungen gingen in den Wirren der Kriegsjahre unter – erst nach 1945 begann sich der Welterfolg der „Klugen“ abzuzeichnen, über 200 Bühnen hatten das Märchen auf ihren Spielplänen, in mehr als 20 Sprachen wurde das Libretto übersetzt.

Nun hatte am 2. Oktober „Die Geschichte von dem König und seiner klugen Frau“ im Gärtnerplatztheater in einer Fassung von Wilfried Hiller Uraufführung. Wilfried Hiller, einst Schüler und enger Vertrauter von Carl Orff, erstellte zusammen mit Paul Leonard Schäffer im Auftrag des Gärtnerplatztheaters eine Orchesterfassung für 15 Instrumente.

Da die Freunde des Nationaltheaters diese Produktion großzügig unterstützen, gab es für die Mitglieder eine besondere Aufführung, der ein Empfang mit einer Werkeinführung vorausging. Michael Alexander Rinz, der betreuende Dramaturg des Stückes, erklärte viel über die Umsetzung in dieser Inszenierung. Im Dialog mit dem Regisseur Lukas Wachernig und der Bühnenbildnerin Stephanie Thurmair wurden so einige Details den anwesenden Gästen nahegebracht.

Die Oper fand dann auf der Studiobühne statt. Der König, wie alle weiteren männlichen Darsteller in schwarz gekleidet, sitzt auf einem schwarzen Thron in Schräglage unter einem schwarzen blattlosen Baum, unter ihm der Kerker. Die Kluge, bewegt sich in einem knöchellangen weißen Kleid wie eine Puppe. Unnahbar und emotionslos scheint sie auf des Königs Bosheiten zu reagieren – erst zum Schluß, wenn sie mit ihrer Klugheit den König überlistet und schließlich bekehrt hat, huscht ein feines Lächeln über ihr Gesicht. Die Aufführung, ausnahmslos von Mitgliedern des Gärtnerplatztheaters realisiert und dargeboten wurde begeistert vom Publikum beklatscht. Die Sänger waren allesamt in Bestform und der Dirigent Andreas Kowalewitz hat die vorzüglichen Musiker des Gärtnerplatzorchesters zu einer rhythmisch-musikalischen Einheit geformt.

Die „Kluge“ ist ein Aushängeschild für das Gärtnerplatztheater.

"Meistersänger"

Seit 1999 wird von den „Freunden des Nationaltheaters“ die Meistersinger-Medaille gestiftet. Heuer ehrten die „Freunde“ den Startenor Jonas Kaufmann.

Seit 1999 wird von den „Freunden des Nationaltheaters“ die Meistersinger-Medaille gestiftet. Empfänger waren bislang unter anderem Edita Gruberova, Zubin Mehta und Dietrich Fischer-Dieskau.

Heuer ehrten die „Freunde“ den Startenor Jonas Kaufmann. Zum 50. Geburtstag überreichte ihm Opernintendant Nikolaus Bachler am 19. Juli 2019 nach der Festspielvorstellung des Otello die Porzellanplakette, "Du hast uns so viel geschenkt in den vergangenen Jahren, das schönste ist: bei deiner unglaublichen Weltkarriere ist das (Münchner Haus d.Rd.) immer deine (künstlerische d.Rd.) Heimat geblieben", so Bachler.

So nahm Jonas Kaufmann, am Ende der großartigen Vorstellung noch mit Theaterblut besudelt, den Applaus des Publikums ebenso entgegen wie einen Geburtstagstusch des Staatsorchesters, einen üppigen Rosenstrauß, Glückwünsche und die Medaille aus Nymphenburger Porzellan.

Jonas Kaufmann, Nikolaus Bachler, Kirill Petrenko und Anja Harteros

Festspiel(werkstatt)premiere - DUO

Die Premieren der Festspiel-Werkstatt während der Opernfestspiele zählen zu den wichtigen Terminen im Jahreslauf für die Freunde des Nationaltheaters.

Die Premieren der Festspiel-Werkstatt während der Opernfestspiele zählen zu den wichtigen Terminen im Jahreslauf für die Freunde des Nationaltheaters – Heuer waren wir eingeladen zur Ballett-Premiere von DUO. Der dänische Komponist Hans Abrahamsen beschäftigt sich seit vielen Jahren musikalisch mit dem Thema Schnee, mit Vergänglichkeit, Märchen und Traum. Sein "Schnee-Zyklus" von 2008 war nun als Ballett zu erleben – unter dem Titel "DUO - for many dancers and nine musicians", in der Choreographie von Nanine Linnig.

Auch heuer begann dieser außergewöhnliche Ballettabend mit einer hervorragenden Einführung durch die beiden Dramaturgen Malte Krasting und Carmen Kovac. So waren wir nicht nur perfekt vorbereitet auf die Vorstellung, sondern konnten in der Reithalle auch gestärkt durch Häppchen und Getränke Platz nehmen. Das Publikum saß um die beiden Tanzflächen herum, die durch einen kleinen Orchestergraben geteilt waren.

„Der Tanz soll eine Art Wind sein, der auf der einen Seite entsteht und dann über das Orchester hinwegfegt, um auf der anderen Seite von den Tänzern aufgenommen zu werden", so Nanine Linning.

Zu Musik, – die wie Schneeflocken leise schwebte, in ständig wechselndem Takt und Rhythmus, bewegten sich die Tänzer des Bayerischen Staatsballetts mit oft überdeutlichen und festen Schritten, sowie akzentuierten Gesten in Gewändern, deren Stoffbahnen wie Wellen flossen.

Das Flackern und Flirren, das durch fantastische Lichteffekte auf dem Bühnenboden entstand, spiegelte optisch die Musik wider und zauberte in die ansonsten leere Halle in eine Art „traumhafte“ Atmosphäre. Diese Uraufführung, die begeistert beklatscht wurde, war ein synästhetisches Erlebnis, ein Zusammenspiel von Klängen, Bewegungen und Licht, wie man es selten zu sehen bekommt.

Und es ist eine Art Vorspiel zur Aufführung von Abrahamsens Oper „The Snow Queen“, die am 21. Dezember in der Bayerischen Staatsoper ihre Münchner Erstaufführung erleben wird.

"Und was machen die Chorsängerinnen und -sänger tagsüber?"

Mit dieser Frage rechnet Annette Zühlke, die musikalische Direktorin der Bayerischen Staatsoper immer, wenn sie Besucher empfängt.

Mit dieser Frage rechnet Annette Zühlke, die musikalische Direktorin der Bayerischen Staatsoper immer, wenn sie Besucher empfängt. Deshalb hat sie bei der Begrüßung der „Freunde“ an Dienstag, den 2.Juli gleich ungefragt die Antwort geliefert – üben, üben, üben.

Die 100 Mitglieder des Staatsopernchors haben alle eine abgeschlossene Gesangsausbildung, sind Profis mit einem hohen Anspruch an Perfektion und die stellt sich nun mal nicht von selbst ein. Optimal vorbereitet kommen sie zu jeder Chorprobe.

Als wir im neuen, klimatisierten Orchesterprobensaal im 3. Untergeschoss zu Gast waren, standen in der halben Stunde intensiven Trainings der Eingangschor aus Verdis Otello und eine schwierige Chorstelle aus Kreneks Karl V. auf dem Plan. Am Dirigentenpult war Stellario Fagone, Chordirektor ab der kommenden Saison.

Zwei völlig unterschiedliche musikalische Epochen, zwei verschiedene Sprachen, zwei Stilrichtungen müssen hier auf höchstem künstlerischen Niveau bewältigt werden. Wenn man nun bedenkt, dass die Sängerinnen und Sänger über 60 Opern in ihrem Repertoire haben, kann man sich gut vorstellen, was sie zu Hause tun. Die Partitur muss gelernt werden, die Stimme trainiert, mit Gesangsübungen. Die Artikulation muss passen, jeder Vokal, jeder Konsonant perfekt „sitzen“, damit es im Ensemble dann nicht zu Unreinheiten kommt. Jeder musikalische Akzent muss einstudiert sein, die Aussprache eingeübt werden. Italienisch ist heute keine „Fremdsprache“ mehr erklärt uns Fagone nach der Chorprobe – alle beherrschen die Sprache perfekt. Aber bei tschechischen oder russischen Opern wie z.B. von Janacek oder Tschaikowsky muss die Aussprache mit der völlig unterschiedlichen Phrasierung intensiv geübt werden. Es ist völlig in Ordnung, so Fagone, dass es bei besonders schwierigen Sprachen auch eine Honorarzulage gibt. Auf der Bühne muss dann alles perfekt abrufbar sein – auswendig versteht sich, spielen und bewegen müssen sich die Sängerinnen und Sänger ja auch noch.

Stellario Fagone hat vor der Leistung seines Ensembles größten Respekt und ist glücklich darüber, dass auch der Kinderchor sich diesen Herausforderungen stellen mag. Die 8 bis 15-jährigen singen ebenso in verschiedenen Sprachen und Stilrichtungen, haben 2 Mal in der Woche Probe und absolvieren alle Auftritte mit großer Begeisterung und Leidenschaft. Nachwuchssorgen hat der Chordirektor aus Turin nicht; jedes Jahr gibt es ca. 100 Bewerbungen und dann liegt es an ihm beim Vorsingen, Talente zu erspüren, Entwicklungen vorherzusehen, Persönlichkeiten richtig einzuschätzen.

Für die gut einhundert „Freunde“ war das eine sehr erkenntnisreicher Abend. Mit vielen Eindrücken, großer Bewunderung und viel Verständnis für die künstlerisch anspruchsvollen Leistungen der Sängerinnen und Sänger beschließen wir den Abend bei einem kleinen Umtrunk und der Vorsitzende unseres Vereins Dr. Kneißl fügt seinem Dank für die Stunde hinzu, dass wir mit ganz anderen Ohren und Bewunderung in Zukunft jedes einzelne Chormitglied auf der Bühne erleben werden und das Ensemble in seiner Vielfalt als Einheit noch mehr schätzen können.

Berliner Luft!

Rund 80 "Freunde" waren auf Reisen. Diesmal ging es nach Berlin, wo sich die musikalischen Highlights täglich übertrafen: welch ein Geschenk!

Wenn man auf Reisen geht, erhofft man sich einen Höhepunkt und sehr oft kommt der zum Abschluss der Reise.

Mit dieser Erwartung im Gepäck machten sich am vorletzten Juniwochenende rund 80 Mitglieder der Freunde des Nationaltheaters auf den Weg, die Musikkultur in unserer Hauptstadt Berlin zu erkunden.

Bei strahlendem Sonnenschein, der uns bis zum Finale treu war, traf man sich zum Auftakt in der frisch sanierten Staatsoper unter den Linden: "Tristan und Isolde" stand auf dem Spielplan. Und die Besetzung mit Anja Kampe, Andreas Schager, Réne Pape und dem Dirigat von Maestro Daniel Barenboim bannten die Zuschauer vom ersten Takt an, so dass wir sicher waren, den genialsten Abend gerade erlebt zu haben.

Und so war dieser Wagner-Abend das große Gesprächsthema bei der exklusiven Bootstour am nächsten Tag auf der Spree durch Berlin sowie den nachmittäglichen Stadtführungen. Am Abend machten wir uns auf zur Berliner Philharmonie, wo uns ein Sonderkonzert der Berliner Philharmoniker erwartete: Daniel Trifonov spielte - alle verzaubernd - vor der Pause das Klavierkonzert von Scriabin, so dass man glauben wollte, die danach anstehende 11. Symphonie von Schostakowitsch würde eine "Traumblase" zerplatzen lassen. Aber weit gefehlt! Unter der Leitung von Andris Nelsons wurde dieses beeindruckende Werk von den Berliner Philharmonikern zu einem Erlebnis, das dankbar machte für den Besuch dieses Konzertes.

Nach so vielen Eindrücken tat es ganz gut, sich am Folgetag zunächst mit technischen Dingen auseinander zu setzen: die Sonderführungen durch die sanierte Staatsoper unter den Linden waren einfach nur spannend und kurzweilig, so dass man beim anschließenden Mittagessen auf der Dachterrasse des Bundestages (diese war für unsere Mitglieder exklusiv reserviert) entspannt - über die Dächer Berlins schauend - sich den Gesprächen über die Erlebnisse der Tage austauschen konnte.

Zur Einstimmung auf den bevorstehenden Konzertabend hatten wir die Möglichkeit, bei einer Besichtigung der Repräsentanz der DZ Bank direkt am Pariser Platz die Architektur von Frank O. Gehry zu bewundern. Ein Meisterwerk, welches er selbst zu seinen Besten zählte.

Der Abschluss fand dann im ziemlich neuen Pierre-Boulez-Saal statt, der ja ebenfalls von Frank O. Gehry als Geschenk an seinen guten Freund Daniel Barenboim geplant wurde.

Und so stand der Meister bei diesem Konzert auch wieder am Pult. Neben einer Uraufführung von Jörg Widmann standen Werke von Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven auf dem Programm dieses Abends, der zugleich Abschlussabend war der Saison des Saales und leider auch unserer Reise.

Beseelt von den vielen Eindrücken kehren die "Freunde" zurück nach München - und in der Vorfreude auf neue Erlebnisse.

Vom Feuervogel begeistert!

Das Bayerische Staatsorchester brillierte mit einer grandiosen Aufführung des Feuervogels von Strawinsky anlässlich der Konzertmatinee 2019 für die „Freunde“

Was kann es denn schöneres geben, als an einem sommerlich strahlenden Sonntag in den Genuss zu kommen, diesen mit einer phänomenalen Konzertmatinee im Münchner Nationaltheater zu beginnen. So geschehen am 2. Juni, anlässlich der jährlichen Konzertmatinee des Bayerischen Staatsorchesters für die Freunde des Nationaltheaters.

In der charmanten Begrüßung des Publikums durch den Vorsitzenden des Vereins, Dr. Siegfried Kneißl, nahm dieser Bezug auf das bevorstehende Pfingstfest und den „brennenden Geist“, der auch in unserem Verein tief verwurzelt ist. Dramaturgisch passend dazu das zentrale Stück des Konzertes, die Ballettmusik „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky. Das Bayerische Staatsorchester unter der Leitung von Dima Slobodeniuk interpretierte dieses Werk so packend, dass es zentrales Thema war beim anschließenden Empfang im Freunde-Foyer.

Doch damit nicht genug: Am Beginn des Konzertvormittags stand ein leider viel zu selten gespieltes Stück, das Violinkonzert von Bohuslav Martinu, auf dem Programm. Welch ein Genuss, dieses Werk von einem der derzeit besten Violinisten, Frank Peter Zimmermann, auf seiner Stradivari „Lady Inchiquin“ hören zu dürfen.

Großer Beifall für ihn, das Bayerische Staatsorchester und natürlich auch den Dirigenten Dima Slobodeniuk.

EIN BÜRGERSIEG (1964) – der Film mit Vortrag und Podiumsdiskussion

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste lud in Kooperation mit den Freunden des Nationaltheaters zu einem Abend, der intellektuell vergnüglicher und emotional berührender nicht hätte sein können. Unter dem Motto „Kultur zwischen Bürgerwillen und Politik – zur Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements“ standen auch der Vortrag und die Podiumsdiskussion.

Die Bayerische Akademie der Schönen Künste lud in Kooperation mit den Freunden des Nationaltheaters zu einem Abend, der intellektuell vergnüglicher und emotional berührender nicht hätte sein können. Unter dem Motto „Kultur zwischen Bürgerwillen und Politik – zur Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements“ standen auch der Vortrag und die Podiumsdiskussion.

Doch zunächst lief der Film „Ein Bürgersieg“ aus dem Jahr 1964. Er wurde von den Freunden des Nationaltheaters in Auftrag gegeben und erzählt beeindruckend vom Mut und Willen der 12 Gründer des Vereins. Sie haben aus der Mitte der Bürgerschaft heraus für ihre Überzeugung gekämpft, damit das Nationaltheater an Ort und Stelle, in historischer Form wiederaufgebaut wird. Dies war nicht unumstritten. In den historischen Aufnahmen ist zu sehen, in welch hitzigen Diskussionen mit den Mächtigen und Entscheidungsträgern um die Lösung der Konflikte gerungen wurde. Es brauchte viele Multiplikatoren, die die Bürgerschaft über Jahre mobilisierten, mit kleinen und großen Beiträgen die Realisierung der Vision, den Wiederaufbau des Nationaltheaters sicherzustellen.

Heute dürfen wir das Ergebnis genießen und haben zeitgleich den Auftrag, unseren Einsatz zu bringen, es für die nächste Generation zu bewahren, lebendig zu halten und weiter zu entwickeln. Die Freunde des Nationaltheaters leisten jährlich hierzu ihren Beitrag.

Die Bedeutung von Kunst und Kultur für Gesellschaften wurde im Vortrag von Prof. Dr. Armin Nassehi deutlich. Bürgerschaftliches Engagement für Kulturbauten wird getragen vom Engagement Einzelner. Das ist heute unverändert aktuell und notwendig wie die Reaktionen nach dem verheerenden Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris zeigen.

Auf dem Podium bei der sich anschließenden Diskussion saßen Staatsintendant Nikolaus Bachler, Publizist Wilhelm C. Warning, Architekt HG Merz sowie Professor Armin Nassehi.– Hier wurde der Bogen der Beispiele bürgerschaftlichen Engagements von der Osloer Oper, über die Berliner Oper Unter den Linden bis zum Gelsenkirchener Theater gespannt. München selbst bietet dabei viel Anlass für kontroverse Auseinandersetzung, wie die Pinakothek der Moderne, die Sanierung des Gasteigs und der Neubau des Konzerthauses zeigen. Die Argumente wurden mit großer Lust am Diskurs vorgetragen, ein Vergnügen zuzuhören.

Zum Ausklang wurde traditionell mit Wein und Pfister-Brot bewirtet und lebendig weiter diskutiert. Herzlichen Dank an die Gastgeber, die ihre wunderbaren Räumlichkeiten im Königsbau der Münchner Residenz mit herrlicher Aussicht auf „unser“ Nationaltheater für diesen Abend geöffnet haben.

Staatsminister Bernd Sibler MdL begrüßte die Gäste des Abends.

Eine spannende Diskussionsrunde mit großartigen Teilnehmern: Wilhelm C. Warning, Staatsintendant Nikolaus Bachler, Prof. Dr. HG Merz, Prof. Dr. Armin Nassehi, Maximilian Maier (Moderator)

Ein märchenhafter Opernabend

Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper präsentierte die zwei Einakter Mavra und Iolanta im Cuvilliés-Theater.

Die Freunde des Nationaltheaters gaben den Mitgliedern des Vereins die Gelegenheit, die Derniere der diesjährigen Opernstudio-Produktion im Cuvilliés-Theater zu erleben.

Der Regisseur und Grimme-Preisträger Axel Ranisch verzauberte dabei das Publikum mit einer märchenhaften und poetischen Erzählung der einaktigen Oper Iolanta von Peter I. Tschaikowsky. Dabei durfte man Zeuge sein, wie er es verstand, in dieses lyrische Stück die Opera buffa Mavra von Igor Strawinsky einzubauen.

Unter dem emotional geladenen Dirigat der russischen Dirigentin Alevtina Ioffe brillierten nicht nur die Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters und der Kinderchor der Bayerischen Staatsoper, sondern insbesondere auch die Mitglieder des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Ein großartiger Abend, der mit viel Jubel vor, auf und hinter der Bühne endete.

Mit großer Dankbarkeit

Die Freunde des Nationaltheaters denken dankbar zurück an den ehemaligen Vorsitzenden Dr. Hubert Mennacher.

Es erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dr. Hubert Mennacher am 30. März 2019 im Alter von 84 Jahren in München verstorben ist.

Dr. Hubert Mennacher war Bayerns höchster Finanzbeamter und gleichzeitig jüngster Ministerialdirigent im Finanzministerium ehe er als Generalbevollmächtigter in die von Finck’sche Hauptverwaltung wechselte. Von März 1987 bis Juni 2007, also über 20 Jahre lenkte er als Vorsitzender die Geschicke unseres Vereins und prägte ihn wie kaum ein zweiter.

Seine offene, warmherzige Art, gepaart mit Durchsetzungswillen und Geschick im Umgang mit Stiftern und den Verantwortlichen des Nationaltheaters, seine Zielstrebigkeit und sein Augenmaß, ließen ihn so manches große Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Dazu zählen die Beschaffung des großen Bühnenvorhangs sowie der Konzertmuschel im Nationaltheater, die Wiederherstellung des historischen Gartensaals und die Wiederbespielbarmachung des Prinzregententheaters, sowie des Hubertussaales in Nymphenburg und des Cuvilliés-Theaters.

„Bescheidenheit und unprätentiöses Auftreten, die feste Verwurzelung in ethischen, bayerisch-christlichen Grundwerten, dazu die Gabe mit Herz und Hirn andere für eine Aufgabe zu gewinnen“ – so fasste bei seinem Abschied als Vorstandsvorsitzender 2007 der Laudator Prof. Dr. Berthold Eichwald die menschlichen Qualitäten Hubert Mennachers zusammen. Seine menschliche Wärme, seine große Hilfsbereitschaft, und Empathie, machten ihn zu einem wahren Menschenfreund.

Hubert Mennacher bekam zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Dazu zählen der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und der Bayerischen Verdienstorden; auch gehört er zu den sechs Widmungsträgern der „Kulturlinden“ am Prinzregentenplatz, erworben von unserem Verein. Damit bewahren die „Freunde“ das Andenken an Persönlichkeiten, die mit ihrem großzügigen und umsichtigen Handeln eine nachhaltige Förderung der Kultur ermöglichten.“

Die Freunde des Nationaltheaters haben Hubert Mennacher viel zu verdanken und werden ihn immer in Erinnerung behalten.

L´Ancetre - Eine Opernrarität!

Ein Opernbesuch, der sich auf alle Fälle lohnt: Die Theaterakademie August Everding hat das viel zu selten gespielte Werk nun aufgeführt.

Zur Dernière dieses “Drame lyrique” lädt die Theaterakademie August Everding zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester am 30. März 2019 ins Münchner Prinzregententheater ein.

In dieser erfolgreichen und in ihrer Art einzigartigen Zusammenarbeit von Institutionen, denen die Förderung des musikalischen Nachwuchses ganz besonders am Herzen liegt, haben junge Gesangsstudenten die Möglichkeit unter professioneller Anleitung Bühnenerfahrung zu sammeln und sich im Zusammenspiel mit den Profimusikern des Münchner Rundfunkorchesters unter der Leitung eines renommierten Operndirigenten an einem ausgefallenen Werk der musikdramatischen Literatur zu erproben. Die den „Freunden“ angeschlossene August Everding Stiftung fördert die deutschlandweit einmalige Ausbildung der Studenten.

Ausgefallen ist das Werk in der Tat, denn obwohl „Die Ahnin“ bereits 1906 ihre Uraufführung in Monte Carlo erlebt hat, ist sie bis heute auf Münchens Bühnen nicht zu sehen gewesen.

Die Geschichte spielt auf Korsika. Die Sonne geht auf, ein friedliches Summen von Bienen ist zu hören, der Eremit Raphael schickt sie zum Honig sammeln. Im Zentrum der Geschichte steht allerdings die blutige Fehde zwischen den Familien Pietra Nera und Fabiani. Zu den Fabianis gehört die junge Vanina, Enkelin der Ahnin Nuciata. Vanina steht zwischen den Fronten, gerät durch ihre Liebe zu Tébaldo in einen blutigen Konflikt um Liebe und Loyalität zur eigenen Familie.

Am 20. März bei der Premiere im Prinzregententheater wurde alle begeistert gefeiert, besonders das junge Sängerensemble. Nach 2 weiteren Vorstellungen haben die Freunde des Nationaltheaters die Gelegenheit nicht nur bei der Derniére dabei zu sein und eine unbekannte Oper zu entdecken, sondern auch den künstlerischen Nachwuchs, den die „Freunde“ fördern, auf der Bühne zu erleben und bei einem Empfang persönlich kennenzulernen.

Passionskonzert 2019

Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters luden zu einem besonderen Abend mit Musik von Johann Sebastian Bach.

Das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und die Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters luden zu einem besonderen Abend mit Musik von Johann Sebastian Bach und Worten zur Passionszeit von Professor Dr. Michael Bordt SJ.

Unser Vorsitzende, Monsignore Dr. Siegfried Kneißl, begrüßte im Namen der „Freunde des Nationaltheaters“ das Publikum und widmete diesen Abend dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins der „Freunde“, Herrn Dr. Berthold Eichwald, der im Dezember 2018 verstorben ist.

Seit vielen Jahren gehört das Passionskonzert in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper zum festen Repertoire der Veranstaltungen unseres Vereins. Neben der Musik stehen dabei jedes Mal Worte zu philosophisch-theologischen Themen im Mittelpunkt. Die hohen Erwartungen an das Passionskonzert wurden auch heuer wieder voll und ganz erfüllt.

Lesen Sie dazu die Eindrücke und Empfindungen unseres Beratenden Mitglieds Christiane Gräfin Ballestrem:

„Die Karten für das Passionskonzert in der Allerheiligen Hofkirche hatte ich schon vor längerer Zeit bestellt. Die Kombination aus Musik-Passion und dem gesprochenen Wort hatte sofort mein Interesse geweckt. Und meine Neugierde wurde nicht enttäuscht!

Die Musik von Johann Sebastian Bach erzählte malerisch eindrucksvoll vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Zwischen den ausdrucksvoll vorgetragenen Arien der jungen Mitglieder des Opernstudios ergriff der Jesuitenpater Prof. Michael Bordt das Wort.

An Hand von 2 Lebensgeschichten berichtete er, dass zutiefst empfundene Not Ausgangspunkt für eine neue, persönliche Entwicklung sein kann. Eine Entwicklung zur Kraft der Versöhnung, Vergebung und Liebe. „Musik kann uns ermutigen mit unseren eigenen Spannungen fertig zu werden, damit daraus Versöhnung und Entspannung in uns selbst entstehen können!“ So in etwa waren seine Schlussworte.

Mit dieser Botschaft der „Passion“ und mit dankbarem Herzen im Gedenken an den im Dezember 2018 verstorbenen Prof. Berthold Eichwald, dem dieses Konzert gewidmet war, verließ ich erfüllt, aber auch nachdenklich das Konzert.“

***

Anmerkung: Prof. Michael Bordt zitierte aus seinem Buch "Die Kunst sich selbst zu verstehen", ISBN 978-3-945543-10-8

 

 

Im dankbaren Gedenken

Nachruf auf die Stifterin Anna "Hanna" Amode

Anna „Hanna“ Amode, über 50 Jahre förderndes Mitglied und seit 1998 Ehrenpräsidin der „Freunde des Nationaltheaters“, ist am 9. Januar 2019 im hohen Alter von fast 95 Jahren gestorben.

Hanna Amode wurde 1924 in München geboren und blieb ihr Leben lang aus tiefster Seele Münchner Bürgerin. München war nicht nur ihr Lebensmittelpunkt; der Landeshauptstadt und ihren Bewohnern galt auch ihr Engagement im caritativen, kirchlichen oder kulturellen Bereich. Mit beachtlichen Beträgen hat sie sich an den großen Spendenaktionen der „Freunde“ beteiligt, beispielsweise für den Hauptvorhang im Nationaltheater, für die Restaurierung des Hubertus-Saales in Schloss Nymphenburg oder für die Wiederbespielbar- machung des Prinzregententheaters.

Ihre „Großtat“ aber war in den 90er Jahren eine hochdotierte Stiftung an die „Freunde des Nationaltheaters“ zur Förderung des Musiktheaters, des Konzertwesens und ganz besonders zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses.

Sie tat dies alles in großer Bescheidenheit, wollte nie im Mittelpunkt stehen und nicht genannt werden. Eine Auszeichnung der „Freunde“ hat Hanna Amode aber mit großer Freude angenommen, die Widmung einer Ehrenlinde am Prinzregententheater.

Wir werden Hanna Amode stets dankbar ein ehrendes Gedenken bewahren.

Stiftungsdinner 2018

Soiree & Dinner zugunsten der August Everding Stiftung am 15. November 2018 im Prinzregententheater und Akademietheater.

Mit einer musikalischen Hymne auf August Everding, dargeboten von Studierenden des Studiengangs Schauspiel der Theaterakademie, beginnt die Soiree zugunsten der August Everding Stiftung im Foyer des Prinzregententheaters furios und beschwingt.

Im diesen Sinne gestaltet sich der alle Facetten des Maestros und seiner Theaterakademie berücksichtigende Abend dann auch weiter. Die Gäste durchwandern das gesamte Haus, sehen die Ausstellung Der Visionär – August Everding und die Theaterakademie, werden Zeuge einer Probe zu Così fan tutte im Großen Haus, die am 28.11. ihre Premiere feiert und landen schließlich im festlich herausgeputzten Akademietheater, in dem Sebastian Bezzel, Absolvent der Theaterakademie, als MC das weitere Programm des Abends gekonnt moderiert.

Mitreißende Auftritte von Studierenden der Studiengänge Musiktheater/Operngesang und Musical wechseln sich ab mit Gesprächen mit dem Schauspieler Helmfried von Lüttichau, dem Opernstar Francisco Araiza und der erfolgreichen Musical-Studentin Patrizia Unger. Dazwischen werden kulinarische Köstlichkeiten aus dem Hause Käfer serviert, die, passend zur musikalischen Einlage aus dem jüngst im Hause gezeigten Musical Cinderella, im Dessert „Cinderellas (gläsernen) Schuh“ gipfeln.

Dass die Studenten des Akademietheaters, denen neben dem anspruchsvollen Studium kaum Zeit zum Geldverdienen bleibt, nicht allein von Kunst leben, daran erinnert Johannes Everding am Ende des Abends. Um auch die existentiellen Bedürfnisse des Studentenlebens zu sichern, hilft die im letzten Jahr gegründete August Everding Stiftung, die hierbei natürlich auf Spendengelder angewiesen ist. Mit ihrer Hilfe kommt man auch dem Credo von August Everding einen Schritt näher:

„Kultur ist keine Beigabe – sie ist die Gabe, für die es sich zu leben lohnt.“

Die Studenten haben mit ihren erfrischenden und enthusiastischen Auftritten an diesem Abend beste Werbung in eigener Sache betrieben und den Beweis erbracht, dass Kultur ein wahres Lebenselixier darstellt.

 

 

Everdings Evergreen

Mal eine andere Sicht auf eine „geliebte“ Inszenierung bekommen. Mit diesem Anspruch ließ die Bayerische Staatsoper, mit Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters, durch das Berliner Künstlerkollektiv Frl. Wunder AG zum Jubiläum „40 Jahre Die Zauberflöte von August Everding „ einen Abend „performen“.

Mal eine andere Sicht auf eine „geliebte“ Inszenierung bekommen. Mit diesem Anspruch ließ die Bayerische Staatsoper, mit Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters, durch das Berliner Künstlerkollektiv Frl. Wunder AG zum Jubiläum „40 Jahre Die Zauberflöte von August Everding „ einen Abend „performen“.

Und so machten sich 100 Mitglieder auf eine Reise durch das Stück und seine Gefühlsathletik. Mit einem Parcours im Vorderhaus des Nationaltheaters fing alles an: Ein auf zwei Seiten verteiltes Ensemble in der Eingangshalle begrüßte die Besucher mit einer Musikcollage – und kontroversen Ansichten: „Geliebt!“ jubelten die einen – „Gehasst!“ schimpften die anderen.

An verschiedenen Stationen im ganzen Haus begegneten die Gäste anderen Opernbesuchern, Mitwirkenden an Everdings Zauberflöte und Experten. Niemand bekam dabei alles zu sehen – doch an allen Stationen gab es Unerhörtes, Überraschendes, nie zuvor Gesehenes zu erleben. Zwei junge Kinderstatisten aus der Inszenierung luden charmant, aber bestimmt das Publikum ein: „Kommt mit, kommt mit“ riefen sie.

Und so wurden alle auf die große Probebühne im Nationaltheater geführt. Mit einem eigens konzipierten Stück betrachtete das Berliner Künstlerkollektiv „Frl. Wunder AG“ verschiedene Aspekte der Zauberflöte: Wie entstehen Gefühle, warum ist ausgerechnet diese Inszenierung so geliebt/gehasst.

Ein spannender Abend mit einem überraschenden Fazit: die jüngsten Mitwirkenden plädieren für die Beibehaltung dieser zwar umstrittenen aber dennoch geliebten und „kultigen“ Inszenierung.

Was für ein wunderschönes Geschenk zum 90. Geburtstag von August Everding: Happy Birthday!

Bilder: Wilfried Hösl

Leuchtende Kinderaugen

Hungriger Drache trifft auf aufgeweckten kleinen Jungen! Mit einer Sondervorstellung eines Sitzkissenkonzertes für unsere „kleinsten Freunde“ am 27. Oktober in der Parkettgarderobe wurde Jung und Alt eine große Freude bereitet.

Hungriger Drache trifft auf aufgeweckten kleinen Jungen! Mit einer Sondervorstellung eines Sitzkissenkonzertes für unsere „kleinsten Freunde“ am 27. Oktober in der Parkettgarderobe wurde Jung und Alt eine große Freude bereitet.

Basierend auf dem Bilderbuch „Oskar und der sehr hungrige Drache“ entstand ein szenisch-musikalisches Kleinod für die jüngsten Besucher der Bayerischen Staatsoper. Die Sprecherin Ursula Gessat erzählte bildreich die Geschichte des kleinen Jungen, der durch seine Kochkünste einen hungrigen Drachen von einem unsympathischen Monster zu einem liebenswürdigen Freund veränderte. Das kreative Klavierspiel von André Callegaro zog die anwesenden Kinder, aber auch die Erwachsenen in den Bann der Geschichte.

Ein großartiger Samstagvormittag.

Konzertmatinee und Jahresveranstaltung 2018

Am Wahl-Sonntag luden die Freunde des Nationaltheaters zur Jahresveranstaltung und Konzertmatinee in die Bayerische Staatsoper ein.

Am Wahl-Sonntag luden die Freunde des Nationaltheaters zur Jahresveranstaltung und Konzertmatinee in die Bayerische Staatsoper ein. Kirill Petrenko leitete das Bayerische Staatsorchester, als Solistin war die Geigerin Patricia Kopatchinskaja zu erleben. Auf dem Programm standen die 2. Symphonie von Johannes Brahms sowie das Violinkonzert von Arnold Schönberg. Für die Zugabe von Darius Milhaud verließ der Soloklarinettist des Bayerischen Staatsorchesters, Andreas Schablas, seinen Platz bei den Holzbläsern und kam nach vorne, um mit Patricia Kopatchinskaja zusammen zu musizieren.

Dr. Siegfried Kneißl begrüßte als Vorsitzender des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters die Mitglieder und Konzertbesucher und dankte allen für die großzügigen Spenden. Sein Dank richtete sich selbstverständlich auch an die Intendanz für die angenehme Zusammenarbeit. 

Dr. Wolfgang Heubisch, Mitglied in unserem Verein gut gelaunt am Sonntagvormittag: „Brahms 2. altbekannt? Nein, es war wunderbar, wie Maestro Petrenko und sein Staatsorchester auch diese Symphonie transparent und neu zum Leuchten brachten. Patricia Kopatchinskaja spielt nicht nur, sondern tanzt (barfuß) ihre Musik. Ein Wirbelwind in der Geige. Das erste Mal, dass mir Schönberg naheging!“

Auch unser Mitglied Christiane Gräfin von Ballestrem war unter den begeisterten Konzertbesuchern, hier ihre Eindrücke: „Nur selten hört man das Konzert für Violine und Orchester op.36 von Arnold Schönberg in den großen Konzertsälen. Dafür gibt es einen einfachen Grund: „Das Werk ist eine harte Nuss, sowohl zu spielen, als auch zu hören“. So in etwa lese ich es im Programmheft zum 2. Akademiekonzert, welches am Sonntag den 14. Oktober in der Oper für die Freunde des Nationaltheaters aufgeführt wurde. Mit einer atemberaubenden Technik gelang es der russischen Violinistin Patricia Kopatchinskaja und dem Bayerischen Staatsorchester unter Leitung unseres Generalmusikdirektors Kirill Petrenko diese „Nuss“ zu knacken. Einen bezwingenden Reiz übte der Rhythmus der Musik aus, den die Solistin mit ihrer ganzen Körpersprache und barfuß stampfenden temperamentvoll widerspiegelte. Die virtuose Gestaltung ihrer Geigenstimme war ein Hochgenuss für die Freunde. Nach der Pause entfachte das Bayerische Staatsorchester mit der Symphonie Nr. 2 von Johannes Brahms beim Publikum einen Sturm der Begeisterung. Bei diesem Stück gab es auch keine „Nuss zu knacken“, sondern lieblich, romantische Musik und ein triumphaler Abschluss des 4. Satzes hinterließen bei mir die Gewissheit: „BEGEISTERUNG IST ANSTECKEND“

Ein inspirierendes, prachtvolles Akademiekonzert fand seinen Ausklang bei dem anschließenden Empfang mit Imbiss im neugestalteten, außergewöhnlichen Treffpunkt für Opernfreunde im „Freunde- Foyer“ der Oper. Ich verlasse den Lieblingsort fast aller „Freunde des Nationaltheaters“, um bei dem herrlichsten, spätsommerlichen Wetter meiner bürgerlichen Pflicht nachzugehen, meine Stimme bei der bayerischen Landtagswahl abzugeben! Mein Kreuzchen für die „Freunde des Nationaltheaters“ hatte ich ja bereits gemacht!“

Beim Empfang im „Freunde-Foyer“ nahm Dr. Siegfried Kneißl seinen Dank nochmal auf und überreichte Staatsintendant Nikolaus Bachler den neuen Freunde PIN; der Hausherr, hieß ebenfalls die „Freunde“ willkommen, freute sich über das Doppeljubiläum 100 Jahre Bayerische Staatsoper und 200 Jahre Nationaltheater und fügte an, die „Freunde“ könnten zwar altersmäßig nicht mithalten, denn sie seien erst 1951 gegründet worden, aber ohne den Verein und das enorme Engagement nach dem Krieg hätte es keinen Wiederaufbau gegeben. Das Haus wäre nicht auferstanden aus den Ruinen, man würde einen Neubau bespielen und nicht eines der schönsten Opernhäuser der Welt.

Sommerkonzert der Orchesterakademie im Schloss Fürstenried

Ein lauer Sommerabend bei dem das Schloss Fürstenried eine zauberhafte Kulisse bietet für das sommerliche Kammerkonzert der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters.

Ein lauer Sommerabend bei dem das Schloss Fürstenried eine zauberhafte Kulisse bietet für das sommerliche Kammerkonzert der Orchesterakademie des Bayerischen Staatsorchesters. Dieses familiäre Konzert stellt die Früchte der Spielzeit dar, welche einigen Förderern präsentiert werden. Die Freunde des Nationaltheaters unterstützen i.ü. seit Beginn der Akademie diese erfolgreiche Arbeit des musikalischen Nachwuchses.

Kurz nach einem Gewitter konnte das Publikum das traumhafte Ambiente im Park genießen, wunderbarer Sommerduft in der Nase, in Erwartung dieses intimen Open Air Konzertes.

Die jungen Künstler der Orchesterakademie überzeugen durch ihr Talent und Können an ihren Instrumenten. Ihre Freude über das Gelingen der virtuosen Partien überträgt sich auf das Publikum; die Begeisterung der Zuhörer geht auf die Musiker über.

Ihr Programm haben die Künstler selbst zusammengestellt: Ravel, Telemann, Debussy und Britten. Ein Genuss!

Der Ausklang dieses gelungenen Konzertabends bei einem kleinen Umtrunk regt an zum Plaudern. Die jungen Musiker sitzen bereits wieder lässig in zivil im Park beim fröhlichen Plausch mit ihrer Leiterin, Frau Christiane Arnold.

Haben Sie auch Lust hinter die Kulissen zu blicken und durch Ihren Beitrag bei den Freunden des Nationaltheaters die Orchesterakademie zu fördern? Machen Sie mit!

Ein Wiedersehen - zum 48. Mal!

Am 16. Juni 2018 luden die Freunde des Nationaltheaters ehemalige Mitglieder der Bayerischen Staatsoper zum 48. Wiedersehenstreffen zu festlichem Essen im Königssaal und der Opernaufführung „Arabella“ von Richard Strauss ein.

Am 16. Juni 2018 luden die Freunde des Nationaltheaters ehemalige Mitglieder der Bayerischen Staatsoper zum 48. Wiedersehenstreffen zu festlichem Essen im Königssaal und der Opernaufführung „Arabella“ von Richard Strauss ein.

Fast ein wenig Festspielstimmung kam auf, als man an diesem hochsommerlichen Samstag Nachmittag die vielen Stars über die prächtige Treppe des Nationaltheaters zum Ionischen Saal schreiten sah. Knapp dreißig ehemalige Künstlerinnen und Künstler des Gesangs, des Solotanzes, der Regie und des Bühnenbildes folgten der zu ihren Ehren gegebenen traditionellen Einladung des Vorstands der Freunde des Nationaltheaters. Unter ihnen befanden sich die Kammersängerinnen und Kammersänger Inge Borgh, Ingeborg Hallstein, Helena Jungwirth, Claes H. Ahnsjö und Gerhard Auer, der Solotänzer Heino Hallhuber, der Regisseur Jürgen Rose und weitere unvergessene Stars. Als besonders geschätzter Ehrengast des „Familientreffens“ erschien Frau Dr. Gustava Everding. Die Intendanz der Bayerischen Staatsoper war mit der Direktorin des Musikalischen Bereichs, Frau Annette Zühlke und dem Direktor des Künstlerischen Betriebs, Herrn Henning Ruhe, vertreten.

Während des Empfangs im Ionischen Saal und dem anschließenden Diner im festlich geschmückten, sonnendurchfluteten Königssaal tauschten die Gäste in fröhlicher Stimmung Erinnerungen an gemeinsame Bühnenauftritte und viele persönliche Erlebnisse aus. In ihren Grußworten dankten der Gastgeber und Vorsitzende des Vorstands der „Freunde“, Dr. Siegfried Kneißl und der Vertreter des Hauses, Henning Ruhe, den „Ehemaligen“ für ihr unvergessenes Wirken und die Treue zur Bayerischen Staatsoper.

Der Höhepunkt des Tages war freilich die Aufführung der Oper „Arabella“ von Richard Strauss unter der Leitung von Maestro Constantin Trinks. Mit charmanten Worten begrüßte Dr. Siegfried Kneißl im ausverkauften Haus nochmals die ehemaligen Künstler und die Mitglieder des Vereins der Freunde des Nationaltheaters. Dann gehörte die Bühne den Stars von heute, voran Anja Harteros und Michael Volle. Zwischenapplaus und Standing Ovations am Ende zeigten die Begeisterung, die das Publikum ergriffen hatte. Auch das Urteil der fachkundigen ehemaligen Sängerinnen und Sänger fiel sehr gut aus. Im Übrigen freuten sich die „Ehemaligen“ bereits auf das 49. Wiedersehenstreffen im nächsten Jahr.

Hamburg - "meine Perle"

Bei wunderschönem "hanseatischen" Wetter erlebten Mitglieder der Freunde des Nationaltheaters das kulturelle Hamburg von seiner spannendsten Seite.

Bei wunderschönem "hanseatischen" Wetter erlebten Mitglieder der Freunde des Nationaltheaters das kulturelle Hamburg von seiner spannendsten Seite.

Begonnen hat diese Reise mit einem Empfang in der Hamburger Staatsoper am 27. April, dem sich die Aufführung von Ludwig van Beethovens "Fidelio" anschloss. Kent Nagano dirigierte dabei das Philharmonische Staatsorchester Hamburg.

Bei schönstem Sonnenschein durften die Mitreisenden am Samstag bei einer Hafenrundfahrt das rege Treiben im Hamburger Hafen erleben und bei einer Stadtführung die wunderbare Hansestadt näher kennenlernen. Höhepunkt des Tages war sicherlich das abendliche Dinner im eleganten Übersee-Club, zu dem man nur selten Zutritt bekommt.

Krönender Abschluss war die Konzertmatinee am Sontag, 29. April, in der Elbphilharmonie. Ein erneutes Wiedersehen mit Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, die diesmal Werke u.a. von Richard Wagner, Olivier Messiaen und Arvo Pärt zum Besten gaben.

Mehr Eindrücke der Reise haben wir in dem seitlichen Bilder-Blog  zusammengefasst.

 

 

Sternstunde mit Senta Berger

Senta Berger las im Münchner Prinzregententheater zu Gunsten der „August-Everding-Stiftung“ Werke von Alfred Polgar.

Senta Berger las zu Gunsten der „August-Everding-Stiftung“, mit welcher die „Freunde des Nationaltheaters“ und die „Theaterakademie August Everding“ die Studierenden der Akademie unterstützen.

Weil sie leider nicht beim Stiftungsdinner im vergangenen November dabei sein konnte, hat die großartige Schauspielerin Senta Berger, zusammen mit dem Geiger Peter Clemente und dem Pianisten Paul Rivinius, einen Benefizabend der Extraklasse geboten. Senta Berger las Geschichten aus Alfred Polgars Zyklus „Sie und Er – oder die Himmelsmacht“ – Miniaturen über die komplexen Beziehungen zwischen Frau und Mann.

Senta Berger: „Fortwährend versuchen Mann und Frau sich zu verstehen - oder miss zu verstehen. Und während wir noch über die Paare lachen, deren Geschichten Polgar erzählt, werden wir gewahr, dass wir es sind, die hier bis auf das Wimpernhärchen genau beschrieben werden“. Das Archaische in der Liebe ist ebenso Thema, wie die hingebungsvolle, zärtliche, alles verzeihende Liebe; es geht um die Macht der Liebe und den Missbrauch dieser Macht, die Eifersucht und die Leidenschaft. „Unterhalte dich gut!“ heißt die erste Geschichte. Was meint die Gattin, wenn sie ihm, der sich mit einem Freund trifft - ohne sie, versteht sich - beim Abschied hinterherruft: „Unterhalte dich gut und bleib nur so lange du willst!“

Hat er wirklich Grund zur Eifersucht, wenn seine Freundin nach dem gemeinsamen Theaterbesuch von dem Herrn erzählt, der neben ihr saß und angeblich verstohlen versuchte mit ihr anzubandeln, ist sie tatsächlich naiv oder spielt sie ein grausames und raffiniert ersonnenes Spiel mit ihm? Pathologische Eifersucht macht in „Sonnenklar“ beiden das Leben zur Hölle - und wenn Frauen, wie in der Miniatur „Der Park wird hergerichtet“, zickig schweigen, dann „hört man es“, meint Alfred Polgar. Senta Berger las die Geschichten nicht einfach vor, sie machte aus ihnen kleine feine Theaterstücke. Sie spielte alle Rollen mit dem Einfühlungsvermögen einer gescheiten Frau, mit dem Können einer großartigen Schauspielerin. Die heitere Gelassenheit nimmt man ihr ebenso ab, wie die Wut, den Zorn, die Verzweiflung, die Dummheit, die Arroganz, die Zärtlichkeit und Zugeneigtheit der jeweils gespielten Personen.

Die Figuren werden lebendig durch Senta Bergers individuellen Tonfall, das variantenreiche Tempo, durch Mimik und Gestik. Wie bei einem Relief treten die Charaktere mal mehr, mal weniger in den Vordergrund. Und das Beeindruckendste dabei ist, dass sie Polgars Geschöpfe nie denunziert, sie nicht zur Selbstdarstellung missbraucht, sondern jedem in seiner Individualität souverän, auf geradezu ideale Weise gerecht wird. Peter Clemente und Paul Rivinius komplettierten mit musikalischen Miniaturen virtuos, stimmig und kongenial diesen Wiener Abend.

Fazit: Jeder, der nicht dabei war, hat etwas Einmaliges versäumt

Wachgeküsst!

Das neue Freunde-Foyer wurde am 19. März feierlich an das Publikum der Bayerischen Staatsoper übergeben.

Ziemlich eisige Temperaturen brachte der Wintereinbruch mit sich und so war man sehr froh, die Pforten des Nationaltheaters zu passieren um ins Innere zu gelangen. Die Bayerische Staatsoper lud am 19. März zur Generalprobe des 4. Akademiekonzerts und in der Pause sollte das neue Freunde-Foyer, das dem Bayerischen Staatsorchester gewidmet ist, zum ersten Mal einem größeren Publikum vorgestellt werden.

Die Neugier trieb einige Besucher vorab schon in Richtung der neugestalteten Räumlichkeiten die mit einer großen Überraschung punkten können:

Aus der ehemals zugigen nördlichen Eingangshalle ist eine Lounge geworden, durchaus groß dimensioniert und repräsentativ, aber dennoch warm und einladend.

Voll Vorfreude begab man sich ins Theater zum ersten Teil der Probe, in der Kyrill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester eindrucksvoll an Peter Tschaikowskis Manfred Sinfonie bewiesen haben, was kongeniales Künstlertum bedeutet. Mit großem Interesse verfolgte das Probenpublikum die Arbeit auf der Bühne, beeindruckt von der Präzision mit der die Musiker ihrem Orchesterchef folgten.

Zur Pause war es dann soweit, das erste offizielle Treffen lockte die Freunde des Nationaltheaters ins neue Foyer. Ein Raum voll Atmosphäre und Vitalität ist aus der nördlichen Eingangshalle geworden, wie Dr. Siegfried Kneißl in seiner Begrüßungsrede bemerkt hat. Ein Raum in dem man mit grandioser Lichtregie wahre Wunder vollbracht hat. Bequeme Polsterelemente laden ein, sich niederzulassen und die großen Fotocollagen zu betrachten – Bilder des Foto- und Filmkünstlers Christoph Brech, wie Pressechef Christoph Koch erläuterte. Sowohl von ihm, als auch von der musikalischen Direktorin der Bayerischen Staatsoper kam ein herzlicher Dank an die Freunde des Nationaltheaters. Die Bereitschaft und Großzügigkeit mit der in der Vergangenheit diverse Projekte unterstützt worden sind hob Annette Zühlke besonders hervor. Sie freue sich darüber, in den neuen Räumlichkeiten die vielen interessanten Ideen die sie habe, wie etwa Kinder- oder Akademiekonzerte, zu verwirklichen. Darüber hinaus hoffe sie auf viele angeregte Gespräche über die gemeinsame Arbeit.

In bester Stimmung ging die Zusammenkunft zu Ende, es war wieder Zeit zurück ins Theater zu gehen um dem 2. Teil der Probe zu folgen – Julia Fischer und Daniel Müller-Schott spielten mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kyrill Petrenko das Doppelkonzert von Johannes Brahms.

Zurück blieb ein leeres Freunde-Foyer, in dem auf großer Leinwand das zu sehen war, was sonst nur der Generalmusikdirektor zu Gesicht bekommt: die Partitur (der Götterdämmerung) auf dem Pult und seine Hände bei der Arbeit.

Happy Birthday, Lenny!

Das Prinzregententheater tobte, das Publikum jubelte, klatschte und pfiff vor Begeisterung nach diesem gelungenen Abend.

Am 25. August 1918 wurde in Massachusetts Louis Bernstein geboren, den seine Eltern, jüdische Einwanderer aus der Ukraine, stets Leonard riefen. Freunde nannten ihn Lenny, so auch die Studenten der Theaterakademie August-Everding, die mit ihrer brillanten Revue „Happy Birthday, Lenny“ den Reigen der Feierlichkeiten anlässlich seines 100. Geburtstags heuer eröffneten.

Zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester und dem Dirigenten Wayne Marshall boten die Studenten, Absolventen und Alumni der Musicalklasse der Akademie ein perfekt arrangiertes Mosaik aus Bernsteins Bühnenwerken. Das Prinzregententheater tobte, das Publikum jubelte, klatschte und pfiff vor Begeisterung nach diesem gelungenen Abend. Beeindruckend war, mit welcher Präzision, Detailverliebtheit, Kreativität und Musikalität der Regisseur Hardy Rudolz und der Dramaturg Christoph Kaldonek diesen Querschnitt aus Lenny Bernsteins Schaffen realisiert haben. Die jungen Künstler füllten das Konzept mit Leben aus, mit Energie, Temperament, enormer Spielfreude und Perfektion in Gesang, Tanz und Spiel.

Eine Hommage an Bernstein, der bereits als junger Mann 1948 hier im Prinzregententheater auf Einladung von Georg Solti das Bayerische Staatsorchester dirigierte und den August Everding einmal so würdigte: „Bernstein sein, heißt Dirigent, Komponist, Pianist, Autor, Lehrer, Fernseh-, Pult- und Gesellschaftsstar zu sein.“ Professor Hans Jürgen Drescher war zurecht stolz auf seine „ Mannschaft“ und auch Dr. Siegfried Kneißl würdigte die Leistungen in seiner Rede, mit der der anschließende Künstlerempfang eröffnet wurde.

Hier konnten sich die Freunde des Nationaltheaters bei Wein und Häppchen mit den Studenten der Akademie unterhalten, ein gegenseitiges Kennenlernen, bei dem wir viel über die Ausbildung, die Freude am Beruf, über Lampenfieber, Teamgeist und Zukunftspläne erfahren durften. Erst gegen Mitternacht war dieser Abend zu Ende, der einen nicht bang werden ließ um die Zukunft des Theaters.

O Paradis

Wir kennen die traumhafte Kombination schon lange: Jonas Kaufmann und das Bayerische Staatsorchester. Nun präsentierte er seine neueste CD - mit "unserem" Staatsorchester!

Wir kennen die traumhafte Kombination schon lange: Jonas Kaufmann und das Bayerische Staatsorchester. Bei vielen Besuchen in der Bayerischen Staatsoper durften und dürfen wir die kongeniale Verbindung des Startenors mit einem der besten Orchester unserer Zeit erleben.

Nun endlich ist diese „Münchner Traumverbindung“, auch Dank der großzügigen Unterstützung der Freunde des Nationaltheaters auf Tonträger zu erleben. Die neue CD „L´Opéra“, mit Arien und Duetten aus französischen Opern, welche bei einem Galakonzert am 10. Dezember 2017 im Nationaltheater präsentiert wurde, ist u.a. im Opernshop erhältlich und sicherlich ein schönes Geschenk zu Weihnachten für viele Musikliebhaber.

O Paradis – die Arie des Vasco da Gama aus Meyerbeers Oper L’Africaine gab diesem Konzertabend am 10. Dezember im Nationaltheater den Titel. Jonas Kaufmann, die albanische Sopranistin Ermonela Jaho und der französische Bariton Ludovic Tézier sangen aus Opern von Jacques Offenbach, Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz, Ambroise Thomas, Giuseppe Verdi, Charles Gounod, Georges Bizet und Jules Massenet. Dirigiert hat Bertrand de Billy.

Besonders das Freundschafts-Duett aus Verdis Don Carlos zwischen Rodrigue und Don Carlos hat es den Konzertbesuchern angetan. Auch Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier waren glücklich, jedenfalls gab es innige Umarmungen – Freunde also nicht nur in der Oper, sondern auch als Künstler – ein gelöster Moment in freundschaftlicher und entspannter Atmosphäre nach einer gelungenen Darbietung.

Traumhaftes Zusammenspiel dann zwischen Harfe und Sologeige während der Meditation aus Thais; die große Harmonie und enorme Konzentration im Orchester haben sich auf das Publikum übertragen. Absolute Stille unter den Konzertbesuchern erlebt man vor allem in Erkältungszeiten nicht oft - für die Künstler ist die Stille eine Bestätigung ihrer Leistung, der Qualität ihrer Darbietung und manchmal wichtiger als frenetischer Applaus.

Den gab es dann aber schon am Ende dieses Abends. Alle Arien und Duette finden Sie auf der CD “L’Opéra“ - hier singen Jonas Kaufmann und Ludovic Tézier zusammen mit der bulgarischen Sopranistin Sonya Yoncheva - erschienen bei Sony.

Wie man wird, was man ist

Die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus und den Jahren danach, ist für viele Institutionen ein Unterfangen, welches Mut und Entschlossenheit fordert.

Die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus und den Jahren danach, ist für viele Institutionen ein Unterfangen, welches Mut und Entschlossenheit fordert. Nietzsches Satz „Wie man wird, was man ist“ inspirierte die Bayerische Staatsoper in der Jubiläumsspielzeit 2013/2014, sich mit ihrer Geschichte zwischen 1933 und 1963 auseinanderzusetzen und ein Forschungsprojekt ins Leben zu rufen. Die Ergebnisse aus diesen vier Jahren Forschungsarbeit wurden nun in Buchform präsentiert. Dieses umfangreiche Werk, geschrieben von Prof. Dr. Jürgen Schläder, Dr. Rasmus Cromme, Dominik Frank und Katrin Frühinsfeld ist im Henschel Verlag erschienen und ab sofort im Opernshop erhältlich.

Ergänzend zu dieser Publikation wurde aber auch ein weiteres – von den Freunden des Nationaltheater finanziertes - Gemälde in der Porträtgalerie präsentiert: Georg Hartmann, Staatsintendant am Nationaltheater von 1945 bis 1952 und Vorgänger des bekannten, aber politisch nicht unbelasteten, Rudolf Hartmann.

Mit einem neuen Audioguide kann man ab sofort Informationen zu diesem Bild, aber auch zu vielen anderen im Nationaltheater dargestellten Persönlichkeiten sammeln und so näheres über die Geschichte des Theaters erfahren.

Stiftungsgründung

„Ein Mäzen ist ein Mensch, der herausfindet, dass er ungerechtfertigter Weise zu viel Geld hat und das Zuviel zurückführt. Wir müssen ihn motivieren, wohin er es zurückführt“

„Ein Mäzen ist ein Mensch, der herausfindet, dass er ungerechtfertigter Weise zu viel Geld hat und das Zuviel zurückführt. Wir müssen ihn motivieren, wohin er es zurückführt“

– mit dieser Tonzuspielung ging am 6. November 2017 die Eröffnungsfeier zur Gründung der AUGUST EVERDING STIFTUNG zu Ende. Die Gäste im Gartensaal des Prinzregententheaters, darunter Dr. Gustava Everding mit dreien ihrer Söhne sowie der Ehrenvorsitzende des Stiftungsrates S.K.H. Herzog Franz von Bayern, hörten August Everdings Stimme quasi aus dem Theaterhimmel und waren sichtlich gerührt.

Everdings Wirken als Theatermann und seine enormen Fähigkeiten, Menschen zu Mäzenen zu machen, ihre Geldbörsen für seine Projekte zum Wohle der Allgemeinheit zu öffnen, sind in Deutschland sicher ohne Beispiel. Ohne ihn gäbe es das Prinzregententheater nicht und die Theaterakademie wäre ein schöner Traum geblieben.

Seit langem nun ist es uns, den „Freunden des Nationaltheaters“ ein Anliegen, August Everdings Erbe zu pflegen, und seine einzige und „Lieblingstochter“, die Theaterakademie zu unterstützen. Zahlreiche Einzelprojekte haben wir bereits gefördert, jetzt konnten wir zusammen mit der Theaterakademie die AUGUST EVERDING STIFTUNG ins Leben rufen, die sich für den künstlerischen Nachwuchs durch u. a. Stipendien, Förderung von Produktionen, Unterstützung studienrelevanter Auslandsaufenthalte sowie Anschaffung von Gegenständen für den Unterricht einsetzt.

Professor Hans-Jürgen Drescher, der Präsident der Bayerischen Theaterakademie bedankte sich bei den Stiftern mit einer Soirée und anschließendem Dinner – unterstützt und auf bewährt gekonnte Weise realisiert von „Feinkost Käfer“. Zwei prominente Weggefährten Everdings, Mario Adorf und Klaus Doldinger, erzählten von der gemeinsamen Zeit im Gespräch mit Gerhard Schmitt-Thiel, der fantasievoll mit seriösem Charme durch die Soirée führte. Es war ein rundum gelungener Abend, mit wunderbar professionellen Darbietungen sowohl von bereits arrivierten, recht erfolgreichen Absolventen, wie z. B. Danae Kontora und Mauro Peter, wie auch Studierende der Studiengänge Musiktheater/Oper und Musical: Exzellente solistische Einzelleistungen und perfekte Choreographien in raffinierter, effektvoller Dramaturgie.

Der eingangs zitierte „August der Große“, dessen von ihm hinterlassene Lücke nie gefüllt werden konnte, hätte gewiss seine Freude daran gehabt....

Licht-Premiere am Max-Joseph-Platz

Münchens Oper leuchtet! Zwar strahlte bisher das Münchner Nationaltheater bei Aufführungen von innen, an spielfreien Tagen aber war der klassizistische Bau eher zweckdienlich beleuchtet.

Zwar strahlte bisher das Münchner Nationaltheater bei Aufführungen von innen, an spielfreien Tagen aber war der klassizistische Bau eher zweckdienlich beleuchtet. Die Fassade mit ihren acht Säulen, den Pilastern sowie dem unteren und oberen Tympanon war nur schwer zu erkennen. "Da kann unser Haus von außen schon sehr trist wirken”, sagte Staatsintendant Nikolaus Bachler im April dieses Jahres und versprach, in Zusammenarbeit mit OSRAM und den „Freunden des Nationaltheaters“ das Haus ab Herbst ins richtige Licht zu setzen.

Mit OSRAM hatte man einen kongenialen Partner gefunden. In jüngster Zeit machte das Unternehmen mit der Beleuchtung der Sixtinischen Kapelle sowie der Außenillumination des Petersplatzes von sich reden. Der Säulen-Portikus und die beiden Tympana des Theaters werden durch ein spezielles LED-Konzept besonders hervorgehoben, so der Lichtdesigner und Projektleiter Martin Reuter. Insgesamt sind 130 Meter LED-Leuchtbänder und 16 Strahler verbaut worden, die Leuchtkraft jedoch auf 25% heruntergedimmt worden, um die Helligkeit den benachbarten Fassaden am Max-Joseph-Platz anzupassen. Auch würden bei stärkerer Helligkeit die Kontraste zu hoch und keine Struktur des Steins mehr erkennbar, so Martin Reuter. Zusätzlicher Effekt ist der viel geringere Stromverbrauch, durch die LED-Technik benötigt die komplette Beleuchtung jetzt nur noch ca. 1200 Watt/pro Stunde, etwa soviel wie ein Staubsauger.

Am 2. November konnten sich zahlreiche Gäste darunter auch viele „Freunde des Nationaltheaters“ erstmals selbst ein Bild machen. Um 19 Uhr wurde die Fassadenbeleuchtung durch gemeinsamen Knopfdruck von Nikolaus Bachler, Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender von OSRAM, und dem Vorsitzenden der "Freunde des Nationaltheaters" Dr. Siegfried Kneißl eingeweiht, rechtzeitig zum Beginn der dunklen Jahreszeit. Ohne die Unterstützung, Planung und Durchführung durch OSRAM sowie die großzügige Spendenbereitschaft unserer Mitglieder wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.

Im Übrigen erhalten alle Premium-Spender als Dankeschön eine Fotographie des erleuchteten Theaters, die der international renommierte Künstler Roland Fischer, exklusiv für den Verein in limitierter Auflage kreieren wird. Wir werden Roland Fischer bei seiner Arbeit begleiten und Sie darüber an dieser Stelle informieren.

Freuen wir uns jetzt schon darauf, wenn eines Tages der Max-Joseph-Platz neu angelegt mit dem Theater ein stimmiges Ambiente und architektonisches Ganzes bildet.

"Freunde" für das Bayerische Staatsorchester

Die Jahresveranstaltung der Freunde des Nationaltheaters am 8. Oktober 2017 stand wieder einmal im Zeichen der guten Verbundenheit zum Bayerischen Staatsorchester mit seinem Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

Die Jahresveranstaltung der Freunde des Nationaltheaters am 8. Oktober 2017 stand wieder einmal im Zeichen der guten Verbundenheit zum Bayerischen Staatsorchester mit seinem Generalmusikdirektor Kirill Petrenko. 

Nach der Begrüßung der Gäste im ausverkauften Nationaltheater durch den Vorsitzenden der Freunde des Nationaltheaters, Dr. Siegfried Kneißl, sang der Bariton Matthias Goerne Lieder aus dem Zyklus "Des Knaben Wunderhorn" von Gustav Mahler. Das Bayerische Staatsorchester begleitete den Sänger gewohnt auf höchsten Niveau, bevor es nach der Pause mit der 4. Symphonie von Johannes Brahms ein lange im Gedächtnis bleibendes Finale den Zuhörern bescherte. Lange anhaltender Applaus zeigte die Begeisterung unserer Mitglieder!

Im Anschluss an das Konzert hatten die Freunde des Nationaltheaters Gelegenheit bei einem Empfang im Königssaal sowie den Ionischen Sälen des Nationaltheaters sich über das Konzert und die Arbeit des Vereins auszutauschen sowie mit Mitgliedern des Staatsorchesters ins Gespräch zu kommen.

Stabwechsel

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der langjährige Vorsitzende des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters Prof. Dr. Berthold Eichwald aus seinem Amt verabschiedet.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Räumen des Münchner Nationaltheaters wurde der langjährige Vorsitzende des Vorstandes der Freunde des Nationaltheaters Prof. Dr. Berthold Eichwald aus seinem Amt verabschiedet. Nikolaus Bachler, Staatsintendant der Bayerischen Staatsoper, würdigte seine Verdienste und wünscht sich eine Weiterführung der "guten Freundschaft" durch seinen Amtsnachfolger Dr. Siegfried Kneißl.

 

 

Besuch der Festspielwerkstatt

Was für ein Abend! Eine interessierte Gruppe von Mitgliedern der Freunde des Nationaltheaters machte sich einen Eindruck von der Oper der Zukunft. Musiktheater ohne Grenzen.

Was für ein Abend! Eine interessierte Gruppe von Mitgliedern der Freunde des Nationaltheaters machte sich einen Eindruck von der Oper der Zukunft. Musiktheater ohne Grenzen. Die diesjährige Festspielwerkstatt brachte mit dem Musiktheaterkollektiv AGORA im Rahmen der Reihe "Prozessor" den Abend (catarsi) heraus. Gespielt wurde im Postpalast München. Dank der brillanten Einführung durch den Dramaturgen der Bayerischen Staatsoper Miron Hakenbeck und des Komponisten Benedikt Brachtel wurde man an die Bearbeitung des Stoffes von Beethovens "Fidelio" intensiv herangeführt. Der darauf folgende Abend war sicherlich für viele Besucher sehr eindrucksvoll.

Meisterporträt

"Nun sind Sie stets bei uns im Hause". Mit diesen Worten begrüßte Staatsintendant Nikolaus Bachler Frau Kammersängerin Gabriele Schnaut, deren Porträt nun die "Ahnengalerie" im Nationaltheater ergänzt.

"Nun sind Sie stets bei uns im Hause". Mit diesen Worten begrüßte Staatsintendant Nikolaus Bachler Frau Kammersängerin Gabriele Schnaut, deren Porträt nun die "Ahnengalerie" im Münchner Nationaltheater ergänzt. Der niederländische Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn hat die Wagner-Sängerin porträtiert - vor scharfkantiger, grandioser Bergkulisse. Ein unglaublicher Zuwachs zu dieser einzigartigen Sammlung. Frau Schnaut sagte "Ich bin unglaublich glücklich über das Foto" - und wir sind es auch! 

Die Freunde reisen nach Luzern

Diese Reise war mehr als beglückend für alle Mitfahrer. Vier Tage Sonnenschein am Vierwaldstätter See und dazu unvergessliche Konzerterlebnisse der Spitzenklasse.

Diese Reise war mehr als beglückend für alle Mitfahrer. Vier Tage Sonnenschein am Vierwaldstätter See und dazu unvergessliche Konzerterlebnisse der Spitzenklasse.

Vom 6. bis 9. September 2016 reisten 70 Freunde des Nationaltheaters zum Lucerne Festival. Auf dem Programm standen neben einem Konzert der Wiener Philharmoniker die Begleitung "unseres" Staatsorchesters mit seinem GMD Kirill Petrenko. Das Bayerische Staatsorchester spielte dabei im KKL neben der Ouvertüre zu "Die Meistersinger von Nürnberg" auch die Symphonia Domestica sowie die Vier letzten Lieder von Richard Strauss mit der wunderbaren Diana Damrau. Bei einer abendlichen Fahrt mit dem historischen Raddampfer Schiller über den Vierwaldstätter See konnten sich unsere Mitglieder zusammen mit den Orchestermusikern und Vertretern der Intendanz bei einem festlichen Dinner austauschen.

Eine großartige Reise, die den Verein zu neuen Ideen ermunterte.

"...und ehret ihre Kunst"

Maestro Zubin Mehta wurde im Rahmen eines festlichen Empfangs am 19. Februar 2016 mit der Meistersinger Medaille der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnet.

Maestro Zubin Mehta wurde im Rahmen eines festlichen Empfangs am 19. Februar 2016 mit der Meistersinger-Medaille der Bayerischen Staatsoper ausgezeichnet.

Der Empfang fand im Anschluss an das Jahreskonzert 2016 der Freunde des Nationaltheaters statt, bei welchem die Gurrelieder von Arnold Schönberg aufgeführt wurden. 

Die Medaille aus der Porzellanmanufaktur Nymphenburg wurde von den Freunde des Nationaltheaters 1999 gestiftet und wird von der Intendanz der Bayerischen Staatsoper in Erinnerung an die Uraufführung von Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg" im Jahr 1868 am Hof- und Nationaltheater München für herausragende künstlerische Leistungen verliehen.

Maestro Zubin Mehta ist nun der siebte Träger, nach Hans Hotter, Inge Borkh, Astrid Varnay, Dietrich Fischer-Dieskau, Hertha Töpper und Edita Gruberova.